CSF - Coeurs sans frontières - Herzen Ohne Grenzen

Samstag
25 Mai 2013
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News
L’enfance des nés maudits dans les collèges
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Le livre « Né maudit » d'Arthur Ténor (Ed Nathan poche) est entré dans la liste officielle de l'Education Nationale pour le niveau 4ème. Cela signifie qu'il devient un ouvrage de référence pour l'enseignement, et que de nombreux élèves âgés de 14 ans travaillent ce texte.

Ce livre raconte l'histoire de François. Né en mai 1944, François est le fruit de l’amour éphémère d’une jeune française et d’un officier allemand pendant l’occupation. Abandonné par sa mère, il est confié à une famille d’accueil où il reçoit affection et attention. Jusqu’à ce qu’il en soit arraché par une grand-mère aigrie qui l’humilie, le punit pour un rien, lui faisant payer la honte de ses origines… Car François est un fils de « boche », un enfant né maudit, un enfant de la guerre.

Ce livre est un roman inspiré de la vie de notre ami Daniel Rouxel, président d'honneur de Coeurs sans Frontières. Depuis que ce livre est étudié dans les collèges, Daniel va régulièrement dans ces établissements parler des enfants de la guerre et de ce qu'ils ont vécu. Il rencontrera des élèves de deux classes du collège Alain Fournier du Mans, le 26 mai..


Liens en français

Un article de Libération sur Daniel.

Un article du Figaro


Liens en allemand

Un article du journal « Die Welt »

Un article de « T On Line »

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 17. Mai 2013 um 06:08 Uhr
 
Les enfants nés d’un père allemand pendant la 2ème guerre mondiale sur RTL
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Le 9 avril 2013, dans son émission "On est faits pour s'entendre" l'animatrice Flavie Flament a reçu l'historien Fabrice Virgili, ainsi qu'Anne-Marie et Hervé, tous deux membres de Coeurs Sans Frontières. Le thème de l'émission étant "Les enfants nés d’un père allemand pendant la 2ème guerre mondiale".

Ecouter l'émisssion.

 
Die Tabu Kinder des Vorarlbergs
CSF

Blaise Goquelin Sonderberichterstatter der Zeitung "Libération" hat einen Artikel verfasst über die Besatzungskinder, deren Vâter marrokanische und afrikanische Besatzungssoldaten waren, die während der französischen Besatzung des Vorarlbergs von 1945/1953 geboren wurden.

ARTIKEL LESEN

Einige Tage später schrieb Gérard Lefort ein Artikel über Wilma und Mohamed, die Eltern eines Tabu Kindes.

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ARTIKEL LESEN

 
L'entraide entre les adhérents de CSF se développe et devient efficace !
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Quelques exemples :

- Un adhérent allemand recherche son père prisonnier de guerre français avec les informations suivantes : le prénom de son père (Achille) et le lieu où il était en commando ; le Stalag auquel ce commando était rattaché a été identifié.

Dominique a accepté, en raison de sa proximité avec le centre d’archives concerné, de consulter plus de 20 cartons afin de chercher dans tous les dossiers le prénom Achille, relever les informations concernant chacun des hommes, dresser un tableau.

Son travail de fourmi va permettre à l’adhérent d'étudier de nouvelles pistes de recherche, enrichies des informations fournies par Dominique.

- Une famille allemande vient d’être trouvée, suite à un travail mené en équipe entre la Déléguée régionale et Georges, qui a mis à la disposition de cette recherche ses compétences en allemand. Des retrouvaillles en Allemagne sont envisagées ce printemps !

Bravo Dominique ! Bravo Georges !

 
Eine Schülerin arbeitet über die Erfahrungen von Kriegskindern

 

D. F.Vor einem knappen Jahr hat eine Schülerin aus dem schweizerischen Kanton Sankt Gallen zu Herzen ohne Grenzen Kontakt aufgenommen.
Da sie das Thema “Kriegskinder” für ihre Matura - Arbeit ausgewählt hatte, bat sie um ein Treffen mit einem Vereinsmitglied. Die Arbeit für die Matura (Abitur) ist selbständig anzufertigen und wird bei der Abschlussprüfung mündlich vorgetragen.
Herzen ohne Grenzen ist geschmeichelt, von der Schülerin ausgesucht worden zu sein für die Bearbeitung eines Themas, das die eigentliche raison d’être unseres Vereins darstellt.
Nach einem ausführlichen Gespräch hat die Schülerin ihre Arbeit in Angriff genommen und dabei eine Reihe von Büchern und Dokumenten eingesehen. Herzen ohne Grenzen konnte somit Danielle in ihrer Arbeit begleiten. Der Objektivität wegen wurden die beiden französischen Kriegskinder-Vereine gleich behandelt.
Zur Ergänzung sei hinzugefügt, dass Danielle und ihre Familie keineswegs von von unserer besonderen Kriegskinder-Situation betroffen sind.
Für Herzen ohne Grenzen war es erfrischend, eine Schülerin zu treffen, die zwei Generationen danach unsere Geschichte erforschen wollte und diesem speziellen Thema mit gesunder Neugier und vorurteilsfreier Strenge nachgegangen ist, und zwar mit Toleranz, Respekt und Rücksicht.
Danielles Matura-Arbeit hat sehr guten Anklang gefunden. Man kann ihr zu diesem schönen Erfolg nur gratulieren.
Herzen ohne Grenzen dankt Danielle Fehr und Herrn Philipp Schönenberger, der diese Arbeit unterstüzt hat, für die Genehmigung ihrer Veröffentlichung.
Da es sich um eine akademische Arbeit mit mehreren beteiligten Personen handelt, ist die vollständige oder auszugsweise Wiedergabe dieses Dokuments verboten.

DANIELLES MATURA ARBEIT LESEN

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 17. März 2013 um 13:43 Uhr
 
Die deutsche Anwesenheit in der Normandie, von 1940 bis 1948

Verteidigung einer Doktorarbeit über


Valentin Schneider







Der junge deutsche historiker Valentin Schneider habilitierte an der Universität Caen am 5. Februar 2013. Das Thema der Doktorarbeit war :

Die deutsche Anwesenheit in der Normandie von 1940 bis 1948
Wechselseitige Annäherung an ein erzwungenes deutsch-französisches Zusammenleben.

Valentin Schneider hat das Buch "Un million de prisonniers allemands en France 1944-1948" (Ein Million deutsche Kriegsgefangenen in Frankreich 1940-1948) geschrieben. Siehe BIBLIOGRAPHIE.


 
Alain begeht den Volkstrauertag in Trier

Wir wurden von einem Mitglied kontaktiert bei dem wir uns für seine Vorgehensweise bedanken wollen. In der Tat, hat Alain Giletta vorgeschlagen uns zu helfen bei Nachforschungen in der Region Trier, wo er gut eingeführt ist.

Alain ist jünger als uns und unterstützt unsere Sache. Er ist ein ehemaliger Soldat, der lange in Trier nach dem Krieg stationiert war, bei den französischen Streitkräften in Deutschland „Auslandsaufträge“. Nun ist er Mitglied in der ANAFFA, der Nationalen Vereinigung der ehemaligen Angehörigen der französischen Streitkräfte in Deutschland. Er ist Delegierter des Departement Vaucluse und des Landes Rheinland-Pfalz. Die Abteilung Vaucluse ist in ihrer Satzung offiziell deutsch-französisch geworden, nach der Nominierung seines permanenten Stellvertreters in Trier als Vize-Präsident.

Andererseits wurde auch eine Partnerschaft gegründet zwischen der ANAFFA und der Deutsch-Französischen Gesellschaft Trier im Rahmen des 50. Jahrestages der Unterzeichnung des Elysée Vertrages, mit dem Ziel die partnerschaftlichen Austausche zu intensivieren und zu bereichern.

Die beigefügten Artikel zeigen die Teilnahme am Volkstrauertag am 18. November 2012. Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein nationaler Trauertag zum Gedenken an die zivilen und militärischen Opfer von den zwei Weltkriegen und der Gewaltherrschaft. Dass die ehemaligen Besetzten und Besatzer gemeinsam den Toten gedenken, erscheint als einen großen symbolischen Akt.

Wir bedanken uns nochmals bei ihm für seine Solidarität und für sein Hilfsbereitschaft.

Zeitungsartikel in « La Provence » vom 27. November 2012

Der Freundeskreis der Ehemaligen der französischen Streitkräfte in Deutschland.


La Provence

Die ehemaligen der Französischen Streitkräfte in Deutschland sind in Deutschland, um den Volkstrauertag zu begehen, gefahren.


Auf Veranlassung der Abteilung Vaucluse des nationalen Freundeskreises der ehemaligen der Französischen Streitkräfte in Deutschland (ANAFFA), und zum ersten Mal seit seiner Gründung, ist eine Delegation mit Alain Giletta, Vorsitzender für das Département Vaucluse, nach Trier gereist, um am Volkstrauertag am vergangenen 18. November teilzunehmen. Trier war nach Paris die zweitgrößte Garnison in Deutschland.

Jedes Jahr, am zweiten Sonntag nach Allerheiligen, begeht Deutschland seinen Volkstrauertag zum Gedenken an die zivilen und militärischen Opfer beider Kriege.

Am Vorabend des 50. Jahrestages der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages und des Jahres 2013, deutsch-französisches Jahr, hat die ANAFFA einen Blumenkranz am Totendenkmal in Trier niedergelegt.

« Der Zeremonie folgte ein gemeinsames Essen mit unseren deutschen Freunden, und so konnten wir unsere freundschaftlichen Bande vertiefen, die uns seit 1946 mit der Stadt Trier verbinden. Für 2013 wurde ein längerer Aufenthalt vereinbart », sagte der Vorsitzende Alain Giletta.


Trierischer Volksfreund – 19. November 2012

Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt

Commemoration

Der Volkstrauertag ist der jährliche Gedenktag für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. In Trier ist er gestern mit einer Gedenkstunde und Kranzniederlegung der Stadt Trier, vertreten durch Oberbürgermeister Klaus Jensen, und des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf dem Hauptfriedhof begangen worden.

Die Feier, bei der auch Gäste aus Frankreich und von der Airbase Spangdahlem dabei waren, wurde mitgestaltet von Schülern und dem Chor des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums sowie vom Musikverein Ruwer-Eitelsbach. (red)/TV-Foto: Friedemann Vetter

 
Leben mit der Lüge

Ein Verein hilft Kriegskindern, die ihre Väter nicht kennen

Von Steve Przybilla : Cultur.zeit Nr 07 - 01.09 bis 07.12.2012

Am Anfang ist es nur ein Verdacht, ein dumpfes Gefühl. Die Ahnung, dass etwas nicht stimmt in ihrem Leben – noch nie gestimmt hat. Madeleine Koch (Name von der Redaktion geändert) spürt es schon lange, doch sie kann den Verdacht einfach nicht fassen. Koch ist 62 Jahre alt, als die Seifenblase platzt. Sie erfährt, dass der Mann, den sie Zeit seines Lebens mit Papa anredet, nicht ihr leiblicher Vater ist. Koch ist ein Kriegskind. Gezeugt kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs von einem französischen Soldaten. Kochs Mutter ist zu diesem Zeitpunkt bereits verheiratet, ihr Mann steckt als deutscher Soldat in Frankreich fest. Die Nachbarn wissen es, die Verwandtschaft weiß es. Sogar der Mann erfährt es, als er im Sommer 1946 heimkehrt und seine Frau hochschwanger vorfindet.

An diesem Tag wird Madeleine Kochs Schicksal besiegelt. Der Ehemann erklärt sich bereit, das Kind als seines anzunehmen, unter einer Bedingung: Niemand darf je die Wahrheit erfahren. Die streng katholische Familie schämt sich wegen des doppelten Verrats: Ehebruch und Feindkontakt. „Mein Vater muss meine Mutter sehr geliebt haben, weil er blieb.“ Doch dadurch wird für sie das Leben zur Lüge. Als der Großvater der Familie einen ewigen Schwur abverlangt, ist klar: Die kleine Madeleine kommt aus der Ortenau, so wie die Verwandten. Sie ist noch nicht mal auf der Welt, als andere ihre wahre Herkunft zum Tabu erklären.

Madeleine Koch ringt nach Worten. Dreieinhalb Jahre ist es her, dass alles ans Licht kam, aber noch heute fällt es ihr schwer, über das Unfassbare zu reden. „Die Scheu, darüber zu reden, steckt in jedem“, sagt die 65-Jährige, die inzwischen selbst Kinder und Enkelkinder hat. „Schließlich waren die Besatzer auch nach dem Krieg noch der Feind.“ Koch wächst mit zwei Brüdern und einer Schwester auf, nach außen ein ganz normales Familienleben. Doch wenn sie allein ist, schimpft sie der Onkel Bastard. Manchmal betritt sie einen Raum und es wird schlagartig still. Das kleine Mädchen versteht das nicht, fühlt sich aber vom Vater anders behandelt als die restlichen Geschwister. „Das wurde natürlich immer kleingeredet“, erinnert sie sich.

Mit Anfang 60 bekommt Koch erst Schlafstörungen, dann schwere Depressionen. Woher sie rühren, weiß sie nicht. Aber sie hat einen Verdacht: Es hängt mit ihrer Herkunft zusammen. Sie fasst den Entschluss, zunächst ihren Onkel zu kontaktieren. Der blockt, erwähnt erstmals den Eid, den alle geschworen haben. Doch Koch lässt nicht locker, sagt, dass sie ohne die Wahrheit nicht mehr leben könne. Dann bricht die Wahrheit aus ihm heraus – und für Koch die Welt zusammen. „Noch heute kann ich nachts nicht schlafen, wenn ich diese Geschichte erzähle“, sagt sie, den Tränen nahe. Koch erleidet einen Nervenzusammenbruch, nimmt aber trotzdem alle Kraft zusammen und geht zu ihrer Mutter. Sie hat tausend Fragen, zunächst aber nur eine: Wie heißt ihr richtiger Vater? Die betagte Frau, schon Ende 80, erinnert sich nur an den Vornamen – oder will sich nur daran erinnern.

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Ein Kamerad von Madeleine Koch leiblichem Vater

Was folgt, füllt einen ganzen Ordner, den Koch angelegt hat. Sie geht in ihr Heimatdorf, klingelt bei ehemaligen Nachbarn. Recherchiert beim Standesamt, bei Behörden, im Archiv, bei der französischen Armee. Immer wieder Abfuhren, immer

wieder Sackgassen. Anderthalb Jahre vergebliche Suche. Durch Zufall stößt sie schließlich auf einen Zeitungsartikel über „Cœurs sans Frontières“: Ein französischer Verein, in dem sich Kriegskinder beider Nationalitäten zusammengetan haben, die Kochs Schicksal teilen. Die Franzosen helfen ihr, die Odyssee geht weiter. Irgendwie kommt sie an ein Foto ihres leiblichen Vaters – und nach endlos wirkenden Jahren an dessen kompletten Namen.

Für Madeleine Koch ist schon viel erreicht. Viel bleibt aber zu tun. Ihre Geschwister wissen noch immer nicht, dass sie die Wahrheit kennt. Kennen sie sie überhaupt? Ein Treffen mit der späteren Ehefrau ihres Erzeugers steht ebenfalls noch aus. „Ich weiß, dass die Zeit gegen mich arbeitet, aber so etwas geht eben nicht von heute auf morgen.“ Wut über die lebenslange Lüge empfindet Koch nicht. „Mit meiner Mutter habe ich meinen Frieden geschlossen“, sagt sie, „und mein Vater hat mich dadurch geschützt, dass er hinter seiner Familie stand.“ Madeleine Koch will durch „Cœurs sans Frontières“ nun anderen helfen, die das gleiche Schicksal teilen wie sie. Ob der Schmerz aber je ganz verschwinden wird, weiß sie nicht. Die Zeit heilt eben nicht alle Wunden.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 20. Dezember 2012 um 17:29 Uhr
 
Cornelia sucht seinen Großvater

Artikel
 
Auf der Suche nach den Vätern




Dr Martin RUCH - Artikel : Offenburger Tageblatt - 12/01/2012

 
Das tabuthema

Das Tabuthema der Soldatenkinder betrifft auch Horb

Von Jürgen Baiker

Schwarzwälder Bote – Edition du 27/06/2011


1. Stelle nach links Willi RIEGER, hilft Frau, gerade(recht) Hélène Wagner gehend

Wer kann die anderen Personen identifizieren?

Grenzüberschreitender Verein „Coeurs sans Frontières“ hilft Menschen herauszufinden,

wer ihr leiblicher Vater ist. Horb. Kinder suchen nach ihrem Erzeuger: Die Kaserne in Horb hat eine sehr bewegte Geschichte. 1935/1936 wurde sie erbaut und am 30. Juni 1936 erstmals von deutschen Soldaten, dem Maschinengewehr Bataillon 4 aus Münsingen, bezogen. 1938 erhielt die Kaserne den Namen „Ypern Kaserne“. Am17. April 1945 zogen französische Truppen in Horb ein.

Die Kaserne wurde zunächst mehrere Jahre von den Franzosen als Gendarmerieschule genutzt. Ab 1953 nutzte das französische Militär die Kaserne selbst und gab der Kaserne den Namen „Quartier Moncey“. 1977 zogen die französischen Soldaten ab. Es gab zunächst einen Leerstand bis die Bundeswehr einzog.

In der Zeit, in der das französische Militär in ehemals deutschen Kaserne – wie der in Horb –

Stationiert war, gab es auch gute freundschaftliche Kontakte der französischen Soldaten zur

weiblichen Bevölkerung.

Auch manche enge Verbindung – heutzutage nichts mehr ausser gewöhnliches zwischen Angehörigen verschiedener Nationen – entstand daraus. So wurden auch einige Kinder geboren von einer deutschen Mutter, der Vater war ein französischer Soldat. Ein paar Jahre zurück : vier Jahre Besatzung der deutschen Soldaten in Frankreich. Auch hier gilt: trotz der Kriegswirren gab es freundschaftliche Kontakte der deutschen Soldaten zu Frauen aus der Region. Auch manche enge Verbindung entstand daraus. So wurde auch manches Kind von einer französischen Mutter geboren, dessen Vater ein deutscher Soldat war.

Es ist heute noch ein Tabu darüber zu sprechen. Deutsche Kinder suchen ihren französischen leiblichen Vater. Französische Kinder suchen ihren deutschen leiblichen Vater, wollen einfach mehr über ihre Herkunft erfahren. Auch in der Literatur wurde dieses „heikle“

Thema schon aufgegriffen, so in dem Buch „Stachelbeerjahre“ von Inge Barth-Grötzinger,

im Schwarzwälder Boten als mehrteilige Leseprobe erschienen.

Vor Jahren haben Betroffene, darunter Jean-Jacques Delorme, einen grenzüberschreitenden Verein „Coeurs sans Frontières“ – Herzen ohne Grenzen – gegründet, der allen diesen Suchenden helfen will und schon viel geholfen hat. Gilt doch auch hier: Kontakte zu Behörden, zu Archiven sind sehr wichtig, aber auch sehr schwierig. Suchen ist wie ein Puzzlespiel. Kleinste Schritte können zum Ziel führen. Über Jean-Jacques Delorme und den Verein hat der Schwarzwälder Bote auf seiner „Dritten Seiet“ am 8. Januar 2010 berichtet.

Für den 2. April 2011 hatte der Verein „Herzen ohne Grenzen“ in Strassburg zu seiner jährlichen Zusammenkunft eingeladen, bei der die anwesenden Betroffenen von ihrer Suche erzählen konnten und Tipps von anderen Betroffenen erhielten.

Viele suchen schon seit 20 Jahren. Selbst wenn die Suche erfolgreich ist, kann man mal an eine Haustüre stehen, so die Erfahrungen und der Kontakt wird abgewiesen.

Aber es gibt auch tolle Begegnungen, so stand eine junge deutsche Frau an diesem Tag ihrer französischen Halbschwester gegenüber, wollten doch beide die Begegnung und freuten sich

darüber.

Das Ziel von „Herzen ohne Grenzen“ ist es den Kindern, die aus Liebesbeziehungen zwischen Eltern feindlicher Nationen, Kriegsgefangenen, Zwangsarbeitern oder Besatzungssoldaten geboren wurden, bei ihre Identitätssuche zu helfen. Bei dieser Tagung wurde auch deutlich,

dass bei der Suche auch deutsch-französische Partnerschaften eine hilfreiche Rolle spielen können, vor allem wenn es um wichtige Kontakte und Anfragen bei französischen Behörden geht, aber auch, wenn es emotionale und sprachliche Hilfestellung bei der Kontaktaufnahme nötig sind.

Jürgen Baiker ist ein Korrespondent des Schwarzwälder Bote und ein Herzenmitglied(Herzenglied) ohne Grenzen

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 04. Oktober 2011 um 17:45 Uhr
 
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