{"id":542,"date":"2011-12-14T23:00:00","date_gmt":"2011-12-14T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/vie-de-lassociation\/rencontre-2011-a-rosny-sous-bois\/die-in-der-franzoesischen-besatzungszone-1945-1955-geborenen-kinder-im-diplomatischen-archi\/"},"modified":"2017-10-06T17:24:54","modified_gmt":"2017-10-06T15:24:54","slug":"die-in-der-franzoesischen-besatzungszone-1945-1955-geborenen-kinder-im-diplomatischen-archi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/de\/dokumente-de\/verschiedene\/die-in-der-franzoesischen-besatzungszone-1945-1955-geborenen-kinder-im-diplomatischen-archi\/","title":{"rendered":"Die in der franz\u00f6sischen Besatzungszone (1945-1955) geborenen Kinder im diplomatischen Archi"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section admin_label=&#8220;section&#8220;][et_pb_row admin_label=&#8220;row&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243;][et_pb_text admin_label=&#8220;Texte&#8220;]<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: 14pt;\">\u00a0<\/span><\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-539\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/111210LQ088B.jpg\" alt=\"111210LQ088B\" width=\"500\" height=\"341\" border=\"1\" srcset=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/111210LQ088B.jpg 500w, https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/111210LQ088B-480x327.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 500px, 100vw\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Im Zentrum: Herr Dayd\u00e9<\/span><\/p>\n<p><strong>Cyril Dayd\u00e9<\/strong>, pal\u00e4ographischer Archivar (Diplom der Hochschule zur Ausbildung von Archivaren) und Konservator des Erbguts (Diplom des Nationalinstituts f\u00fcr Erbgut); Lehrender in Geschichte an der Sozialwissenschaftlichen Hochschule.<\/p>\n<p>Im Ministerium f\u00fcr ausw\u00e4rtige und europ\u00e4ische Angelegenheiten, in La Courneuve, t\u00e4tig: u.a. im Archiv der franz\u00f6sischen Besatzungszone.<\/p>\n<p><strong>Inhalt des Vortrages<\/strong><\/p>\n<p>1.Geschichte der franz\u00f6sischen Besatzungszone (Gr\u00fcndung, Organisation, F\u00fchrung)<\/p>\n<p>2.Praktische Erl\u00e4uterungen \u00fcber die genealogischen Recherchen im Archiv der franz\u00f6sischen Besatzungszone &#8211; gem\u00e4\u00df Sachverst\u00e4ndigen und Aussagen von Amateurgenealogen.<\/p>\n<p><strong style=\"font-size: 13pt;\">I \u2013 Die franz\u00f6sische Besatzungszone und ihr Archiv<\/strong><\/p>\n<p style=\"margin-left: 2em;\"><strong>Die Besatzungszone: ein bereits erprobtes System<\/strong><\/p>\n<p>Durch den <strong>Versailler Vertrag<\/strong> war die Besatzung durch Truppen der Entente (franz\u00f6sische, britische, amerikanische und belgische Truppen) im <strong>Rheinland<\/strong> und in der <strong>Ruhr<\/strong> ab Januar 1920 und f\u00fcr eine Dauer von 5 Jahren vorgesehen.<\/p>\n<p>Dabei erhielten die Franzosen das gr\u00f6\u00dfte Gebiet, die Direktion der Alliierten Hohen Kommission im Rheinlandgebiet (HCITR) sowie den Vorsitz der Regierungskommission des <strong>Saarlandes<\/strong> f\u00fcr eine Dauer von 15 Jahren.<\/p>\n<p style=\"margin-left: 2em;\"><strong>Die Verwaltung von Deutschland und \u00d6sterreich durch die Alliierten (1945 &#8211; 1955)<\/strong><\/p>\n<p>Frankreich war besiegt und, lt. Wortlaut des Waffenstillstandes von Juni 1940, kollaborierendes Land. Bis 1944 war es demnach unvorstellbar, dass Frankreich zu den Siegern des Zweiten Weltkrieges z\u00e4hlen k\u00f6nnte. Bei der <strong>Yalta-Konferenz<\/strong> (Februar 1945) und auf Beharren v. General De Gaulle \u00e4nderten die alliierten Machthaber (Gro\u00dfbritannien, USA und UdSSR) ihre Position und lie\u00dfen Frankreich an den Verhandlungen teilnehmen. Der Waffenstillstand wurde am 8. Mai 1945 unterzeichnet. Im n\u00e4chsten Monat begann die Besatzung. Die deutschen und \u00f6sterreichischen Gebiete wurden wirtschaftlich und administrativ einem <strong>Alliierten Kontrollrat<\/strong> unterstellt. Dieser Kontrollrat, bestehend aus den Kommandeuren jeder Besatzungszone, hatte seinen Sitz in <strong>Berlin,<\/strong> in den Geb\u00e4uden des Neuen Kammergerichts, Nachfolger des Volksgerichtshofs, des h\u00f6chsten Justizorgans des Naziregimes. Als erste Ma\u00dfnahme wurde das Nazirecht au\u00dfer Kraft gesetzt. Am 28. M\u00e4rz 1948 zeigten die sowjetischen Vertreter ihre Missbilligung, indem sie den Rat verlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Die drei \u00fcbrigen L\u00e4nder (USA, Gro\u00dfbritannien und Frankreich) bildeten ab dem 21. September <strong>1949 die Hohe Alliierte Kommission<\/strong>, nicht mehr aus milit\u00e4rischen Gouverneurs sondern aus hohen Zivilkommissaren. Diese Kommission hatte ihren Sitz im Hotel Petersberg, bei <strong>Bonn<\/strong>, und die Aufgabe, die Entwicklung der ehemaligen Dreierzone (genannt Bundesrepublik Deutschland) in milit\u00e4rischen, wirtschaftlichen und au\u00dfenpolitischen Angelegenheiten zu reglementieren. Sie beendete ihre Funktionen am 5. Mai <strong>1955<\/strong>, gem\u00e4\u00df dem Wortlaut der am 23. Oktober 1954 durch Briefwechsel getroffenen Vereinbarung.<\/p>\n<p>Jede Besatzungszone war einem Hohen Kommissaren anvertraut. Die Hierarchie der unter franz\u00f6sischer Aufsicht gestellten administrativen Gebieten war folgende: <strong>5<\/strong> <strong>L\u00e4nder<\/strong>, bestehend aus 17 <strong>Distrikten.<\/strong> Diese Gebiete waren in zwei Einheiten unterteilt:<\/p>\n<p>&#8211; das <strong>Hohe Kommissariat<\/strong> der franz\u00f6sischen Republik in <strong>Deutschland<\/strong> (HCRFA, in <strong>Baden-Baden<\/strong>), bestehend aus dem aktuellen Land Rheinland-Pfalz, aus den ehemaligen L\u00e4ndern <strong>W\u00fcrttemberg-Hohenzollern<\/strong> und <strong>Baden<\/strong> (heute Baden-W\u00fcrttemberg) , aus dem Distrikt <strong>Lindau<\/strong> (Bayern) und den <strong>Westberliner<\/strong>-Bezirken Reinickendorf und Wedding,<\/p>\n<p>&#8211; das <strong>Hohe Kommissariat<\/strong> der franz\u00f6sischen Republik in <strong>\u00d6sterreich<\/strong> (in <strong>Innsbruck<\/strong>), bestehend aus den L\u00e4ndern <strong>Vorarlberg und Tirol<\/strong> sowie den 6., 14., 15. Und 16. <strong>Wiener-<\/strong>Bezirken.<\/p>\n<p style=\"margin-left: 2em;\"><strong>Der besondere Fall: Saarland (1947-1957)<\/strong><\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich in der franz\u00f6sischen Zone situiert und als 6. Land z\u00e4hlend wurde das Saarland am 15. Dezember <strong>1947<\/strong> als unabh\u00e4ngiger Staat, unter <strong>franz\u00f6sischer <\/strong><strong>Schutzherrschaft<\/strong>, gegr\u00fcndet. <strong>Saarbr\u00fccken<\/strong> wurde seine Hauptstadt. Das Saarland wurde am 1. Januar 1957 mit dem Statut eines Landes in die Bundesrepublik wieder eingegliedert (nach dem Referendum v. Oktober 1955).<\/p>\n<p style=\"margin-left: 2em;\"><strong>Das Archiv der franz\u00f6sischen Besatzungszone<\/strong><\/p>\n<p>Dieses Archiv besteht aus drei Teilen:<\/p>\n<p>&#8211; <strong>das Archiv der Dreim\u00e4chte<\/strong>, darunter Frankreich: Kontrollgruppen f\u00fcr Stahl, Kohle und IG Farben<\/p>\n<p>&#8211; d<strong>as administrative Archiv<\/strong> der Hohen Kommissariaten in Deutschland und \u00d6sterreich<\/p>\n<p>&#8211; <strong>Verschiedene Dokumentensammlungen<\/strong>: ikonographische Unterlagen, Plakate, geographische Dokumente, Gegenst\u00e4nde).<\/p>\n<p>Ein erster Auftrag wurde 1951 in Deutschland ins Leben gerufen, um das Ende der Besatzung und die R\u00fcckf\u00fchrung der Dokumentation der franz\u00f6sischen Besatzungszone auf nationalen Boden vorzubereiten. Eine \u00e4hnliche Arbeit wurde im darauffolgenden Jahr in \u00d6sterreich durchgef\u00fchrt. Durch seine geographische Lage wurde die Stadt <strong>Colmar<\/strong> auserw\u00e4hlt, um das im Juli <strong>1952<\/strong> gegr\u00fcndete <strong>Archivb\u00fcro<\/strong> der franz\u00f6sischen Besatzung in Deutschland und \u00d6sterreich zu beherbergen. Im Jahre <strong>1976<\/strong> wurde dieses <strong>B\u00fcro dem Au\u00dfenministerium<\/strong> unterstellt. 1979 wurde das Archiv der Hohen Alliierten Kommission von Metz nach Colmar verlegt. Schlie\u00dflich, im Jahre 1993, wurden sowohl die Franz\u00f6sische Milit\u00e4rregierung in Berlin (GMFB) als auch die Interalliierte Kommandantura (KI), die bis zur Wiedervereinigung Deutschlands bestanden hatten, von Berlin nach Colmar verlegt.<\/p>\n<p>Im Jahre 2009 wurden diplomatische Archive aus verschiedenen Pariser D\u00e9p\u00f4ts zu einer zentralen und f\u00fcr den Leser \u00f6ffentlichen Stelle, nach La Courneuve, gebracht. Die Unterlagen aus Colmar folgten im n\u00e4chsten Jahr und sind seit Juli 2010 in drei D\u00e9p\u00f4ts verteilt. Das Archiv \u00fcber die franz\u00f6sische Besatzung in Deutschland und \u00d6sterreich, f\u00fcr den Zeitraum 1945-1955, besteht zur Zeit aus \u00fcber 6,1 km Unterlagen.<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: 13pt;\">II. Das Archiv der franz\u00f6sischen Besatzungszone und die genealogischen Recherchen: Perspektive und H\u00fcrden<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"margin-left: 2em;\"><strong>Franz\u00f6sische Pr\u00e4senz<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Pr\u00e4senz einer zivilen und milit\u00e4rischen Administration in Deutschland und \u00d6sterreich hat nat\u00fcrlich den provisorischen Einzug von Einzelnen und von ganzen Familien nach sich gezogen. <\/strong>Allein in Baden-Baden ist die Zahl von 35.000 Einwohnern bei Kriegsende auf 50.000 gestiegen. Die franz\u00f6sische Gemeinschaft wird dabei auf 5.000 gesch\u00e4tzt. Im Ganzen konnte die franz\u00f6sische Pr\u00e4senz auf bis zu 100.000 Personen im gesamten Gebiet, je nach Zeitraum, erreichen.<\/p>\n<p>S<strong>o wie in Frankreich eine Genealogie der Kinder, die w\u00e4hrend des Krieges von deutschen oder \u00f6sterreichischen V\u00e4tern geboren sind, existiert, so gibt es auch in Deutschland und \u00d6sterreich Kinder, die w\u00e4hrend der alliierten Besatzung von franz\u00f6sischen, britischen, amerikanischen oder sowjetischen V\u00e4tern geboren sind.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Personalakten, Unterlagen \u00fcber franz\u00f6sische Kriegsgefangene, Dokumente \u00fcber Deportationen sowie Gerichtsunterlagen k\u00f6nnen am besten solchen genealogischen Recherchen dienen.<\/strong><\/p>\n<p>Zu den zuvor erw\u00e4hnten Institutionen kommen noch mehrere internationale Instanzen:<\/p>\n<p>&#8211; die Administration der <strong>Vereinten Nationen<\/strong> zur Hilfe und zum Wiederaufbau (UNRAA) zwischen 1945 und 1947,<\/p>\n<p>&#8211; die <strong>Verbindungsdienststelle<\/strong> (SL) f\u00fcr die Beziehungen zwischen den franz\u00f6sischen Beauftragten und ihren britischen und amerikanischen Gleichgestellten<\/p>\n<p>&#8211; der <strong>Internationale Suchdienst<\/strong> (SIR), seit 1946 in Bad Arolsen (Hessen), unter der Obhut des Roten Kreuzes.<\/p>\n<p>Die <strong>Archive<\/strong> dieser Institutionen vervollst\u00e4ndigen die Archive der franz\u00f6sischen Besatzungszone, in der eine besondere Serie \u201eVertriebene Personen\u201c (PDR) den Bev\u00f6lkerungen gewidmet ist, die ihre Wurzeln verloren haben. Im <strong>Service Historique de la D\u00e9fense<\/strong> (SHD) in Vincennes und im <strong>Bureau des Archives des victimes<\/strong><strong> des conflits contemporains<\/strong> (BAVCC) in Caen werden ebenfalls umfangreiche Archive aufbewahrt.<\/p>\n<p>Neben zahlreichen namentlichen Akten beinhaltet dieses Archiv auch Dokumente \u00fcber die allgemeine Verwaltung und eine umfangreiche administrative Korrespondenz mit Anlagen sowie weitere Dokumente, z.B. Telefonb\u00fccher, Organisationspl\u00e4ne.<\/p>\n<p><strong>Jede Archivserie beinhaltet ein mehr oder weniger detailliertes Verzeichnis. Es existiert jedoch keine Datenbank mit den Namen aller betroffenen Personen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Es existieren auch keine Suchmaschine und kein Internetportal, die diese Namen im Ganzen erfassen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Es ist au\u00dferdem utopisch zu glauben, dass das ganze Archiv eines Tages numerisiert und im Internet zur Verf\u00fcgung stehen wird: diese Operation ist technisch unm\u00f6glich und wissenschaftlich nutzlos<\/strong>.<\/p>\n<p style=\"margin-left: 2em;\"><strong>Die genealogische Recherche, zwischen Identit\u00e4tssuche und Datenschutz<\/strong><\/p>\n<p>Die erste H\u00fcrde ist das <strong>sprachliche Problem<\/strong>, vor allem wenn die Erinnerungen der M\u00fctter ungenau sind. Es ist praktisch unm\u00f6glich, eine ausl\u00e4ndische Person, deren Name nicht mit Genauigkeit bekannt ist, zu identifizieren.<\/p>\n<p>Die zweite H\u00fcrde ist oft die <strong>Distanz<\/strong>. Wenn eine Person Einblick in eine Akte w\u00fcnscht, werden ihr meistens schwarz-wei\u00dfe Fotokopien zugesandt (bei anfallender Geb\u00fchr lt. Gesetz, Artikel L213-8, Code Erbgut).<\/p>\n<p>Eine Fotokopie kann aber unm\u00f6glich zugesandt werden, wenn das gew\u00fcnschte Dokument nicht mit Sicherheit ermittelt werden kann.<\/p>\n<p>Dies f\u00fchrt zu einer dritten H\u00fcrde: <strong>die Durchf\u00fchrung der Recherche.<\/strong><\/p>\n<p>Die Rolle des Archivars ist, den Suchenden durch das Archiv zu f\u00fchren, jedoch nicht an seiner Stelle zu suchen. Jede Recherche ist demnach ein Dialog zwischen demjenigen, der wei\u00df, was er sucht, und dem anderen, der wei\u00df, wo die gew\u00fcnschte Information mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit zu finden ist. Eine ungenaue Anfrage hat wenig Chancen, Erfolg zu haben. Je genauer und zahlreicher die Angaben sind, desto leichter wird es f\u00fcr den Archivar, dem Suchenden die richtige Spur zu zeigen.<\/p>\n<p><strong>Auch eine gut vorbereitete Suche ist keine Garantie f\u00fcr den Erfolg der Ermittlungen. Voraussetzung ist, dass eine Akte angelegt wurde und dass diese Akte nicht vernichtet oder verloren wurde.<\/strong><\/p>\n<p>Die vierte H\u00fcrde ist der <strong>Datenschutz<\/strong>. Die Dokumente \u00fcber die franz\u00f6sische Besatzung unterliegen dem Code du Patrimoine (Erbgut-Code, Art. L213-2). De facto kann ein administratives Dokument sofort eingesehen werden, au\u00dfer wenn es folgendem gesetzlichem Schutz unterliegt:<\/p>\n<p>&#8211; <strong>\u00e4rztliche Schweigepflicht<\/strong> (25 Jahre ab Todesdatum des Betroffenen bzw.120 Jahre ab seinem Geburtsdatum)<\/p>\n<p>&#8211; <strong>Schweigepflicht der Landesverteidigung<\/strong> oder F\u00fchrung der Au\u00dfenpolitik (50 Jahre)<\/p>\n<p>&#8211; Schutz des <strong>privaten Lebens<\/strong> (50 Jahre)<\/p>\n<p>&#8211; Dokumente \u00fcber den <strong>Werturteil<\/strong> einer namentlich angef\u00fchrten oder leicht zu identifizierenden Person (50 Jahre)<\/p>\n<p>&#8211; Ermittlungen der <strong>Kriminalpolizei<\/strong> (75 Jahre); bei Minderj\u00e4hrigen (100 Jahre)<\/p>\n<p>&#8211; (75 Jahre); bei Minderj\u00e4hrigen (100 Jahre)<\/p>\n<p>&#8211; Standesamtliche Geburts und Heiratsregister (75 Jahre).<\/p>\n<p>Die von diesen Ausnahmen betroffenen Akten sind zahlreich im Archiv \u00fcber die franz\u00f6sische Besatzungszone. Sie sind sogar \u00fcberwiegend bei den genealogischen Recherchen. De facto k\u00f6nnen Ausk\u00fcnfte, die eine noch lebende Person oder einen seiner Familienangeh\u00f6rigen betreffen, ausnahmsweise erteilt werden bei Vorlage eines g\u00fcltigen Identit\u00e4tsnachweises (Ausweis, Reisepass) oder jedes weiteren Dokumenten, der eine Familienzugeh\u00f6rigkeit nachweist.<\/p>\n<p>Die 5. und letzte H\u00fcrde, die viele Amateurgenealogen treffen, ist ganz einfach das <strong>Aufgeben<\/strong>. Eine Recherche, sollte sie zu einem Erfolg f\u00fchren, darf nicht bei den ersten auftretenden Schwierigkeiten aufgegeben werden. Bei diesem Projekt geht es um die Suche nach der wahren Identit\u00e4t: es hat nur Sinn, wenn es bis zum Schluss gef\u00fchrt wird und es ist nie vorteilhaft, diese Recherchen einem Dritten, z.B. einem professionellen Genealogen, zu \u00fcberlassen. F\u00fcr manche kann der Weg selbst wichtiger als das Ergebnis sein.<\/p>\n<p>Dieses <strong>Ergebnis<\/strong> ist manchmal das gr\u00f6\u00dfte Problem, z. B. wenn der gesuchte Ahne die Erwartungen entt\u00e4uscht. Sich in eine pers\u00f6nliche genealogische Recherche zu begeben bedeutet vor allem, sie bis zum Ende zu f\u00fchren und jegliche Antworten, die sie mit sich bringt, zu akzeptieren. Die Vermittlung eines \u00dcbersetzers oder sogar eines Sozialarbeiters ist von Fall zu Fall notwendig, um diese sp\u00e4t entdeckte Realit\u00e4t zu akzeptieren.<\/p>\n<p><strong style=\"font-size: 13pt;\">Anlagen<\/strong><\/p>\n<p style=\"margin-left: 2em;\"><strong>Praktische Informationen<\/strong><\/p>\n<p>Das Centre des Archives diplomatiques von La Courneuve ist v. Montag bis Freitag, von 10.00 bis 17.00 Uhr ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Anfragen k\u00f6nnen per e-mail an folgende Adresse gerichtet werden:<\/p>\n<p>Lecture.archives@diplomatie.gouv.fr oder per Telefon: 00 33 1 43 17 70 30.<\/p>\n<p style=\"margin-left: 2em;\"><strong>Kurze Hinweise zu Bibliographien<\/strong>:<\/p>\n<p>DEN\u00c9CH\u00c8RE Yves. Des enfants venus de loin. Histoire de l\u2019adoption internationale en France (Kinder von weit her. Geschichte der internationalen Adoption in Frankreich). Armand Colin, 2011, 320 Seiten.<\/p>\n<p>M\u00dcLLER Friedrich, M\u00fcllers grosses deutsches Ortsbuch. Vollst\u00e4ndiges Gemeindelexikon. \u00dcber 125.000 Orte, Wuppertal-Barmen: Fritz M\u00fcller, 1961, VI-1206 pages (dictionnaire des toponymes)<\/p>\n<p>WIAZEMSKY Anne, Mon enfant de Berlin, Paris: Gallimard, 2011, 259 pages (collection Folio, 5197) (Mein Kind aus Berlin, 259 Seiten, Kollektion Folio, 5197)..<\/p>\n<p style=\"margin-left: 2em;\"><strong>Geographische Informationen<\/strong><\/p>\n<p>Die Besatzungszonen in Deutschland und \u00d6sterreich im Jahre 1945 (siehe Karte auf folgender Seite)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-540\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/111210LQ088A.jpg\" alt=\"111210LQ088A\" width=\"325\" height=\"500\" border=\"1\" srcset=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/111210LQ088A.jpg 325w, https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/111210LQ088A-195x300.jpg 195w\" sizes=\"(max-width: 325px) 100vw, 325px\" \/><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Im Zentrum: Herr Dayd\u00e9 Cyril Dayd\u00e9, pal\u00e4ographischer Archivar (Diplom der Hochschule zur Ausbildung von Archivaren) und Konservator des Erbguts (Diplom des Nationalinstituts f\u00fcr Erbgut); Lehrender in Geschichte an der Sozialwissenschaftlichen Hochschule. 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De fait le <strong>trait\u00e9 de Versailles<\/strong> pr\u00e9voyait, \u00e0 partir de janvier 1920 et pour une dur\u00e9e de 5 ans, la pr\u00e9sence de troupes de l\u2019Entente<sup>1<\/sup> <strong>en Rh\u00e9nanie<\/strong> et dans la <strong>Ruhr<\/strong>.<\/p><p>Dans ce dispositif, les Fran\u00e7ais recevaient \u00e0 la fois la zone la plus vaste et la direction de la haute commission interalli\u00e9e aux Territoires rh\u00e9nans (HCITR), ainsi que de la pr\u00e9sidence de la commission de Gouvernement de la <strong>Sarre<\/strong> sous mandat de la Soci\u00e9t\u00e9 des Nations pour une dur\u00e9e de 15 ans.<\/p><p style=\"margin-left: 2em;\"><strong>L\u2019administration de l\u2019Allemagne et de l\u2019Autriche par les Alli\u00e9s (1945-1955)<\/strong><\/p><p>Jusqu\u2019en 1944, il \u00e9tait inenvisageable que la France, vaincue et entr\u00e9e dans la collaboration selon les termes de l\u2019armistice de juin 1940, figur\u00e2t parmi les vainqueurs de la seconde guerre mondiale. Or, devant l\u2019insistance du g\u00e9n\u00e9ral de Gaulle, les dirigeants alli\u00e9s<sup>2<\/sup> r\u00e9unis \u00e0 la <strong>conf\u00e9rence de Yalta<\/strong> (f\u00e9vrier 1945) chang\u00e8rent de position et associ\u00e8rent la France \u00e0 leurs n\u00e9gociations. L\u2019armistice fut sign\u00e9 le 8 mai 1945, et l\u2019occupation d\u00e9buta le mois suivant. Les territoires allemands et autrichiens \u00e9taient d\u00e9sormais plac\u00e9s sous la tutelle \u00e9conomique et administrative du <strong>conseil de Contr\u00f4le alli\u00e9<\/strong>, rassemblant les commandants en chef de chacune des zones d\u2019occupation. Il si\u00e9geait \u00e0 <strong>Berlin,<\/strong> dans les locaux de la Neues Kammergericht, qui avait succ\u00e9d\u00e9 au Volksgerichtshof, organe judiciaire supr\u00eame du r\u00e9gime nazi. Sa premi\u00e8re mesure fut d\u2019abroger le droit nazi. Le 20 mars 1948, les repr\u00e9sentants sovi\u00e9tiques marqu\u00e8rent leur d\u00e9sapprobation face au dispositif en quittant le conseil.<\/p><p>Les trois pays restants<sup>3<\/sup> form\u00e8rent alors, \u00e0 partir du 21 septembre <strong>1949<\/strong>, la <strong>haute Commission alli\u00e9e,<\/strong> compos\u00e9e non plus de gouverneurs militaires mais de hauts commissaires civils. Elle si\u00e9geait \u00e0 l\u2019h\u00f4tel Petersberg, pr\u00e8s de <strong>Bonn<\/strong>, et avait pour r\u00f4le de r\u00e9glementer le d\u00e9veloppement de l\u2019ancienne trizone (devenue R\u00e9publique f\u00e9d\u00e9rale d\u2019Allemagne) dans les domaines militaires, \u00e9conomiques et de politique \u00e9trang\u00e8re. Elle cessa ses fonctions le 5 mai <strong>1955<\/strong>, conform\u00e9ment aux termes de l\u2019accord par \u00e9change de lettres conclu le 23 octobre 1954.<\/p><p>Chaque zone d\u2019occupation \u00e9tait confi\u00e9e \u00e0 un haut commissaire repr\u00e9sentant le pays attributaire. La hi\u00e9rarchie des divisions administratives sous tutelle fran\u00e7aise, de l\u2019\u00e9chelon local \u00e0 l\u2019\u00e9chelon r\u00e9gional, \u00e9tait la suivante : quelques dizaines de cercles, rassembl\u00e9s en dixsept districts, formant cinq L\u00e4nder. Ces territoires \u00e9taient r\u00e9partis en deux entit\u00e9s :<\/p><p>* <strong>le haut commissariat<\/strong> de la R\u00e9publique fran\u00e7aise <strong>en Allemagne<\/strong> (HCRFA, \u00e0 <strong>Baden-Baden<\/strong>), compos\u00e9 de l\u2019actuel Land de <strong>Rh\u00e9nanie-Palatinat<\/strong>, des anciens L\u00e4nder de <strong>Wurtemberg-Hohenzollern<\/strong> et de <strong>Bade<\/strong><sup>4<\/sup>, du district de <strong>Lindau<\/strong> (Bavi\u00e8re) ainsi que des districts ouest-berlinois de Reinickendorf et Wedding ;<\/p><p>* le <strong>haut commissariat<\/strong> de la R\u00e9publique fran\u00e7aise <strong>en Autriche<\/strong> (\u00e0 Innsbr\u00fcck), compos\u00e9 des L\u00e4nder du <strong>Vorarlberg<\/strong> et du <strong>Tyrol<\/strong> ainsi que des 6e, 14e, 15e et 16e districts de Vienne.<\/p><p><em><sup>1<\/sup> C\u2019est-\u00e0-dire de troupes fran\u00e7aises, britanniques, am\u00e9ricaines et belges.<\/em><\/p><p><em><sup>2<\/sup> C\u2019est-\u00e0-dire britanniques, am\u00e9ricains et sovi\u00e9tiques.<\/em><\/p><p><em><sup>3<\/sup> C\u2019est-\u00e0-dire les \u00c9tats-Unis, la Grande-Bretagne et la France.<\/em><\/p><p style=\"margin-left: 2em;\"><strong>Le cas particulier de la Sarre (1947-1957)<\/strong><\/p><p>Initialement plac\u00e9e dans la zone fran\u00e7aise et comptant comme un sixi\u00e8me Land, la Sarre se constitua le 15 d\u00e9cembre <strong>1947<\/strong> en un \u00e9tat ind\u00e9pendant et souverain, sous <strong>p<\/strong><strong>rotectorat <\/strong><strong>fran\u00e7ais,<\/strong> dont <strong>Sarrebruck<\/strong> \u00e9tait la capitale. Elle r\u00e9int\u00e9gra la R\u00e9publique f\u00e9d\u00e9rale le 1er janvier 1957 avec le statut de Land, conform\u00e9ment au souhait exprim\u00e9 par les \u00e9lecteurs au r\u00e9f\u00e9rendum d\u2019octobre 1955.<\/p><p style=\"margin-left: 2em;\"><strong>Les archives de la Zone fran\u00e7aise d\u2019occupation<\/strong><\/p><p>Les archives relatives \u00e0 la Zone fran\u00e7aise d\u2019occupation forment trois fonds :<\/p><p><strong>* les archives des organismes tripartites<\/strong> dont la France \u00e9tait membre, notamment les groupes de contr\u00f4le de l\u2019acier, du charbon et de l\u2019IG Farben ;<\/p><p>* <strong>les archives administratives<\/strong> des hauts commissariats en Allemagne et en Autriche ;<\/p><p>* <strong>des collections de documents<\/strong> particuliers (fonds iconographique, affiches, documents g\u00e9ographiques, objets).<\/p><p>En 1951, afin de pr\u00e9parer la fin de l\u2019occupation et le rapatriement sur le sol national des documents de la zone fran\u00e7aise, une premi\u00e8re mission d\u2019archives fut men\u00e9e en Allemagne. Un travail comparable eut lieu en Autriche l\u2019ann\u00e9e suivante. Sa position de ville frontali\u00e8re valut \u00e0 <strong>Colmar<\/strong> d\u2019\u00eatre fut choisie pour accueillir le <strong>bureau<\/strong><strong>des Archives<\/strong> de l\u2019occupation fran\u00e7aise en Allemagne et en Autriche cr\u00e9\u00e9 sp\u00e9cialement en juillet <strong>1952<\/strong>. En <strong>1976<\/strong>, on d\u00e9cida de placer ce bureau sous la <strong>tutelle<\/strong> du minist\u00e8re des <strong>Affaires \u00e9trang\u00e8res.<\/strong> En 1979, on transf\u00e9ra de Metz \u00e0 Colmar les archives de la haute Commission alli\u00e9e afin de les r\u00e9unir \u00e0 celles des hauts commissariats fran\u00e7ais. En 1993, les archives des organismes qui s\u2019\u00e9taient maintenus jusqu\u2019\u00e0 la r\u00e9unification allemande, \u00e0 savoir le Gouvernement militaire fran\u00e7ais de Berlin (GMFB) et la Kommandatura interalli\u00e9e (KI), furent \u00e0 leur tour rapatri\u00e9es de Berlin \u00e0 Colmar.<\/p><p>En 2009, les archives diplomatiques conserv\u00e9es dans divers d\u00e9p\u00f4ts parisiens d\u00e9m\u00e9nag\u00e8rent dans un unique b\u00e2timent, ouvert aux lecteurs, \u00e0 La Courneuve. Les fonds de Colmar les rejoignirent l\u2019ann\u00e9e suivante, et occupent depuis juillet 2010 trois d\u00e9p\u00f4ts de ce nouveau b\u00e2timent. Les archives de l\u2019occupation fran\u00e7aise en Allemagne et en Autriche, pour la p\u00e9riode de 1945 \u00e0 1955<sup>5<\/sup> repr\u00e9sentent actuellement un peu plus de 6 km.l. de documents, sources privil\u00e9gi\u00e9es pour la connaissance de l\u2019histoire de la Zone fran\u00e7aise d\u2019occupation.<\/p><p><sup>4<\/sup><em>Lesquels ont depuis lors fusionn\u00e9 avec l\u2019ancien Land de Wurtemberg-Bade, situ\u00e9 en zone am\u00e9ricaine, afin de former l\u2019actuel Land de Bade-Wurtemberg.<\/em><\/p><p><em><sup>5<\/sup> Voire depuis 1929 pour les documents relatifs \u00e0 la premi\u00e8re occupation, et jusqu\u2019en 1992 pour ceux du GMFB.<\/em><\/p><p><strong>II. \u2013 Les archives de la ZFO et la recherche g\u00e9n\u00e9alogique : perspectives et obstacles<\/strong><\/p><p style=\"margin-left: 2em;\"><strong>Pr\u00e9sence fran\u00e7aise et repr\u00e9sentation archivistique<\/strong><\/p><p><strong>La pr\u00e9sence d\u2019une administration civile et militaire en Allemagne et en Autriche n\u2019a pas manqu\u00e9 d\u2019entra\u00eener l\u2019installation provisoire d\u2019individus et de familles enti\u00e8res.<\/strong> Dans la seule ville de Baden-Baden, par exemple, dont la population totale est pass\u00e9e de 35 000 habitants \u00e0 la fin de la guerre \u00e0 50 000 \u00e0 la r\u00e9unification, on estime la communaut\u00e9 fran\u00e7aise \u00e0 5 000 ressortissants. Au total, la pr\u00e9sence fran\u00e7aise pouvait atteindre 100 000 personnes sur l\u2019ensemble de la zone, selon les p\u00e9riodes.<\/p><p><strong>De m\u00eame qu\u2019il existe en France une g\u00e9n\u00e9alogie des enfants n\u00e9s pendant la guerre de p\u00e8res allemands ou autrichiens, il existe en Allemagne et en Autriche une g\u00e9n\u00e9alogie des enfants n\u00e9s pendant la p\u00e9riode d\u2019occupation alli\u00e9e de p\u00e8res fran\u00e7ais, britanniques, am\u00e9ricains ou sovi\u00e9tiques.<\/strong><\/p><p><strong>Les documents les plus susceptibles d\u2019alimenter de telles recherches g\u00e9n\u00e9alogiques sont les dossiers de personnel, les \u00e9tats des prisonniers de guerre et des ressortissants fran\u00e7ais, ainsi que les documents relatifs \u00e0 la d\u00e9portation, aux tribunaux et \u00e0 la recherche d\u2019individus.<\/strong><\/p><p>Outre les organismes cit\u00e9s pr\u00e9c\u00e9demment, plusieurs instances internationales \u00e9taient anim\u00e9es,<\/p><p>entre autres, par des personnels fran\u00e7ais :<\/p><p>* l\u2019administration des <strong>Nations unies<\/strong> pour le secours et la reconstruction (UNRRA) qui a exist\u00e9 entre 1945 et 1947 ;<\/p><p>* le <strong>Service de liaison<\/strong> (SL) charg\u00e9 de mettre en relation les administrateurs fran\u00e7ais et leurs homologues britanniques ou am\u00e9ricains ;<\/p><p>* <strong>le service international de Recherches<\/strong> (SIR) bas\u00e9 depuis 1946 dans la ville de Bad Arolsen (Hesse) sous la tutelle de la Croix-Rouge.<\/p><p>Les <strong>archives<\/strong> de ces organismes sont <strong>compl\u00e9mentaires<\/strong> de celles de la Zone fran\u00e7aise d\u2019occupation o\u00f9 une s\u00e9rie \u00ab Personnes d\u00e9plac\u00e9es et r\u00e9fugi\u00e9es \u00bb (PDR) est consacr\u00e9e aux populations que la guerre en Europe a coup\u00e9es de leurs racines<sup>6<\/sup>. De m\u00eame, d\u2019importants fonds d\u2019archives concernant les garnisons fran\u00e7aises sont conserv\u00e9s au <strong>service historique de la D\u00e9fense<\/strong> (SHD) \u00e0 Vincennes tandis qu\u2019il existe un <strong>bureau des Archives des victimes des conflits contemporains<\/strong> (BAVCC) \u00e0 Caen.<\/p><p>Ces archives renferment de nombreux dossiers nominatifs, mais \u00e9galement des documents de gestion courante et une abondante correspondance administrative assortie de pi\u00e8ces jointes ainsi que quelques documents utilitaires tels des annuaires ou des organigrammes.<\/p><p><strong>Bien que chaque s\u00e9rie d\u2019archives dispose d\u2019inventaires plus ou moins d\u00e9taill\u00e9s, il n\u2019existe aucune base de donn\u00e9es rassemblant les noms de toutes les personnes concern\u00e9e<\/strong><strong>s.<\/strong><\/p><p><strong>De m\u00eame, il n\u2019existe aucun moteur de recherche ni aucun site internet qui recense ces noms de mani\u00e8re exhaustive. <\/strong><\/p><p><strong>Enfin, il est chim\u00e9rique d\u2019esp\u00e9rer que toutes les archives seront un jour num\u00e9ris\u00e9es et mises en ligne : cette op\u00e9ration est techniquement impossible et scientifiquement inutile.<\/strong><\/p><p><em><sub>6<\/sub> La sous-s\u00e9rie 5PDR traite sp\u00e9cifiquement de la question des enfants, qu\u2019ils aient \u00e9t\u00e9 abandonn\u00e9s, non reconnus, ou au contraire qu\u2019ils aient fait l\u2019objet d\u2019une revendication de parentalit\u00e9.<\/em><\/p><p style=\"margin-left: 2em;\"><strong>La recherche g\u00e9n\u00e9alogique, entre qu\u00eate identitaire et protection de la vie priv\u00e9e<\/strong><\/p><p>Dans le cadre de recherches g\u00e9n\u00e9alogiques internationales, le premier obstacle est celui de <strong>la langue<\/strong>, notamment lorsque les souvenirs des m\u00e8res sont inexacts. Il est pratiquement impossible d\u2019identifier un ressortissant \u00e9tranger dont on ne conna\u00eet pas pr\u00e9cis\u00e9ment le nom.<\/p><p>Le second obstacle est bien souvent celui de <strong>la distance<\/strong>. Lorsqu\u2019un individu souhaite consulter un dossier \u00e0 distance, il re\u00e7oit g\u00e9n\u00e9ralement une photocopie en noir et blanc, qui lui est factur\u00e9e par le service d\u2019archives (conform\u00e9ment \u00e0 la loi, Code du patrimoine, article L213-8). Mais il est impossible de se faire envoyer une copie si l\u2019on n\u2019a pas pr\u00e9c\u00e9demment identifi\u00e9 pr\u00e9cis\u00e9ment le document souhait\u00e9.<\/p><p>Cela induit donc un troisi\u00e8me obstacle : <strong>la r\u00e9alisation de la recherche elle-m\u00eame.<\/strong> En effet, le r\u00f4le de l\u2019archiviste est de guider le chercheur dans les archives, mais en aucun cas d\u2019effectuer la recherche \u00e0 sa place. Ainsi, toute recherche est un dialogue entre celui qui sait ce qu\u2019il cherche et celui qui sait o\u00f9 l\u2019information souhait\u00e9e a le plus de chances de se trouver. Une demande impr\u00e9cise a peu de chance d\u2019aboutir. Plus les \u00e9l\u00e9ments connus sont pr\u00e9cis et nombreux, plus l\u2019archiviste trouvera de pistes \u00e0 faire explorer au chercheur.<\/p><p><strong>Malheureusement, m\u00eame une recherche bien pr\u00e9par\u00e9e n\u2019est pas garantie d\u2019aboutir. Encore faut-il, en effet, que le document ait \u00e9t\u00e9 cr\u00e9\u00e9 et qu\u2019il n\u2019ait pas \u00e9t\u00e9 d\u00e9truit ou <\/strong><strong>\u00e9gar\u00e9.<\/strong><\/p><p>Le quatri\u00e8me obstacle est <strong>le cadre l\u00e9gal des archives<\/strong>. En effet, les documents du fonds de l\u2019occupation fran\u00e7aise sont soumis au Code du patrimoine (article L213-2). De fait, le d\u00e9lai de base pour consulter un document administratif est imm\u00e9diat, sauf si ce document porte atteinte \u00e0 l\u2019un des secrets ou int\u00e9r\u00eats prot\u00e9g\u00e9s par la loi :<\/p><p>* <strong>secret m\u00e9dical<\/strong> (25 ans \u00e0 compter de la date du d\u00e9c\u00e8s de l\u2019int\u00e9ress\u00e9 ou 120 ans \u00e0 compter de sa date de naissance) ;<\/p><p>* secret de la <strong>d\u00e9fense nationale<\/strong> ou concernant la conduite de la politique ext\u00e9rieure (50 ans) ;<\/p><p>* protection de la <strong>vie priv\u00e9e<\/strong> (50 ans) ;<\/p><p>* documents qui portent un <strong>jugement de valeur<\/strong> sur une personne nomm\u00e9ment d\u00e9sign\u00e9e ou facilement identifiable (50 ans) ;<\/p><p>* <strong>enqu\u00eates<\/strong> de police judiciaire (75 ans) notamment si elles portent sur un mineur (100 ans) ;<\/p><p>* affaires port\u00e9es devant les <strong>juridictions<\/strong> (75 ans) notamment si elles portent sur un mineur (100 ans) ;<\/p><p>* registres de naissance et de mariage de l\u2019<strong>\u00e9tat civil<\/strong> (75 ans).<\/p><p>Les dossiers vis\u00e9s par ces restrictions sont nombreux dans les fonds de la Zone fran\u00e7aise d\u2019occupation ; ce sont m\u00eame les plus riches pour des recherches g\u00e9n\u00e9alogiques. De fait, les dossiers concernant une personne encore vivante ou un membre de sa famille peuvent lui \u00eatre exceptionnellement communiqu\u00e9s, notamment \u00e0 des fins g\u00e9n\u00e9alogiques, sur pr\u00e9sentation d\u2019un justificatif d\u2019identit\u00e9 en cours de validit\u00e9 (carte d\u2019identit\u00e9, passeport) ainsi que tout autre<\/p><p>document pouvant attester des liens revendiqu\u00e9s par le requ\u00e9rant \u00e0 l\u2019\u00e9gard des personnes cit\u00e9es dans les documents.<\/p><p>Le cinqui\u00e8me et dernier obstacle auquel se heurtent bon nombre de g\u00e9n\u00e9alogistes amateurs n\u2019est autre que le <strong>renoncement<\/strong>. Pour \u00eatre fructueuse, une recherche ne doit pas \u00eatre abandonn\u00e9e d\u00e8s les premi\u00e8res difficult\u00e9s. Ce projet est une qu\u00eate identitaire : il n\u2019a de valeur que s\u2019il est men\u00e9 \u00e0 son terme, et il n\u2019est jamais profitable de confier enti\u00e8rement \u00e0 autrui, notamment \u00e0 un g\u00e9n\u00e9alogiste professionnel, le soin de faire les recherches. Le chemin, pour certains, compte davantage que le r\u00e9sultat.<\/p><p>Parfois, c\u2019est ce <strong>r\u00e9sultat<\/strong> lui-m\u00eame qui pose probl\u00e8me, par exemple lorsque l\u2019anc\u00eatre que l\u2019on d\u00e9couvre d\u00e9\u00e7oit les attentes. S\u2019engager dans une recherche g\u00e9n\u00e9alogique personnelle, c\u2019est avant tout s\u2019engager \u00e0 la mener jusqu\u2019au bout, et accepter les r\u00e9ponses, quelles qu\u2019elles soient.<\/p><p>La m\u00e9diation d\u2019un traducteur ou m\u00eame d\u2019un assistant social est parfois n\u00e9cessaire pour<\/p><p>admettre cette r\u00e9alit\u00e9 tardivement d\u00e9couverte.<\/p><p><strong style=\"font-size: 13pt;\">Annexes<\/strong><\/p><p style=\"margin-left: 2em;\"><strong>Renseignements pratiques<\/strong><\/p><p>Le centre des Archives diplomatiques de La Courneuve est ouvert du lundi au vendredi, de 10h \u00e0 17h.<\/p><p>Les demandes de renseignements peuvent \u00eatre adress\u00e9es par courriel \u00e0 l\u2019adresse suivante :<\/p><p>lecture.archives@diplomatie.gouv.fr ou bien par t\u00e9l\u00e9phone au num\u00e9ro suivant : (33) (0)1 43 17 70 30.<\/p><p style=\"margin-left: 2em;\"><strong>Orientations bibliographiques sommaires : deux t\u00e9moignages r\u00e9cents et un usuel ancien mais indispensable<\/strong><\/p><p>DEN\u00c9CH\u00c8RE (Yves), Des enfants venus de loin. Histoire de l'adoption internationale en<\/p><p>France, Paris : Armand Colin, 2011, 320 p.<\/p><p>M\u00dcLLER (Friedrich), M\u00fcllers grosses deutsches Ortsbuch. Vollst\u00e4ndiges Gemeindelexikon.<\/p><p>\u00dcber 125 000 Orte, Wuppertal-Barmen : Fritz M\u00fcller, 1961, VI-1206 p. [dictionnaire des<\/p><p>toponymes].<\/p><p>WIAZEMSKY (Anne), Mon enfant de Berlin, Paris : Gallimard, 2011, 259 p. [coll. Folio, 5197].<\/p><p style=\"margin-left: 2em;\"><strong>Indications g\u00e9ographiques<\/strong><\/p><p>Les zones d'occupation en Allemagne et en Autriche en 1945, carte \u00e9tablie par la division<\/p><p>g\u00e9ographique de la direction de Archives du minist\u00e8re des Affaires \u00e9trang\u00e8res, \u00a9 2005<\/p><p><img class=\" size-full wp-image-540\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/111210LQ088A.jpg\" alt=\"111210LQ088A\" width=\"325\" height=\"500\" border=\"1\" \/><\/p>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[199,211,14,215],"tags":[],"class_list":["post-542","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-dokumente-de","category-jahrliche-treffen","category-vereinsleben","category-verschiedene"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.8 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Die in der franz\u00f6sischen Besatzungszone (1945-1955) geborenen Kinder im diplomatischen Archi - CSF - HOG<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/de\/dokumente-de\/verschiedene\/die-in-der-franzoesischen-besatzungszone-1945-1955-geborenen-kinder-im-diplomatischen-archi\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Die in der franz\u00f6sischen Besatzungszone (1945-1955) geborenen Kinder im diplomatischen Archi - CSF - HOG\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"\u00a0 Im Zentrum: Herr Dayd\u00e9 Cyril Dayd\u00e9, pal\u00e4ographischer Archivar (Diplom der Hochschule zur Ausbildung von Archivaren) und Konservator des Erbguts (Diplom des Nationalinstituts f\u00fcr Erbgut); Lehrender in Geschichte an der Sozialwissenschaftlichen Hochschule. Im Ministerium f\u00fcr ausw\u00e4rtige und europ\u00e4ische Angelegenheiten, in La Courneuve, t\u00e4tig: u.a. im Archiv der franz\u00f6sischen Besatzungszone. 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