{"id":861,"date":"2013-10-25T12:12:10","date_gmt":"2013-10-25T10:12:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/vie-de-lassociation\/klekken-norvege-2013\/mein-vater-der-unbekannte-feind\/"},"modified":"2017-10-11T10:57:04","modified_gmt":"2017-10-11T08:57:04","slug":"mein-vater-der-unbekannte-feind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/de\/dokumente-de\/temoins-de\/gaste\/mein-vater-der-unbekannte-feind\/","title":{"rendered":"Mein Vater, der unbekannte Feind"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section admin_label=&#8220;section&#8220;][et_pb_row admin_label=&#8220;row&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243;][et_pb_text admin_label=&#8220;Texte&#8220;]<\/p>\n<p>Gerlinda Swillen, Sprecherin von BOW i.n.( www.bowin.eu) hat diese Vorf\u00fchrung in Klekken am 7. Juni 2013 pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-836\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93A.jpg\" alt=\"g1\" width=\"560\" height=\"792\" border=\"0\" srcset=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93A.jpg 560w, https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93A-480x679.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 560px, 100vw\" \/><\/p>\n<p><em>Copyright : Cegesoma Br\u00fcssel<\/em>.<\/p>\n<p>Die meisten Kriegskinder sind unehelich geboren. Sie wurden meistens nicht einmal von ihrem Vater anerkannt; selbst ihre Mutter hat sie nicht immer anerkannt. Sie haben also mit ihrem Mutter, eventuell mit ihrer Familie gelebt, wurden manchmal von anderen Eltern adoptiert oder wohnten in Internaten oder anderen Instituten. Das bedeutet aber nicht, dass die Schwangerschaft seiner Freundin und sp\u00e4ter die Geburt und Entwicklung des Kindes jedem Erzeuger gleichg\u00fcltig war.<\/p>\n<p>Das Bild das ich oft als ein Logogram meiner Forschung benutze illustriert aber sehr genau die Gef\u00fchle des Kindes. Dieses M\u00e4dchen lebt jetzt als Siebzigj\u00e4hrige in der N\u00e4he von Mons in Wallonien. Als ich sie fragte, ob sie etwas Bestimmtes \u00fcber ihren Vater wissen m\u00f6chte, gab sie die Antwort aller Kriegskinder : \u201eIch m\u00f6chte wissen, wo er begraben liegt, um sein Grab zu sehen. Und ich m\u00f6chte wissen, was geschehen ist und alles\u2026 ich wei\u00df nicht was \u2026\u201c \u2013<\/p>\n<p>\u201e<em>Haben Sie den Eindruck, dass diese Geschichte Ihrer Geburt Ihr Leben bestimmt hat ?<\/em>\u201c \u2013 Ja, sehr. Irgendwo fehlt er. Ich kann Ihnen das nicht erkl\u00e4ren. Aber ich vermisse ihn.\u201c<\/p>\n<p>In dieser Geschichte ist es merkw\u00fcrdig, dass Monika C. dieses Gef\u00fchl nur f\u00fcr ihren Vater hegt, nicht f\u00fcr ihre Mutter, obwohl sie nur kurz mit ihr zusammengelebt hat und damals so traurig war, dass man sie nach ihren Pflegeeltern zur\u00fcckgeschickt hat. Als ich sie fragte : \u201e<em>Denken Sie manchmal an<\/em><\/p>\n<p><em>Ihren Vater ?<\/em>, antwortete sie : \u201eOft\u201c. \u2013 <em>Wie stellen Sie sich ihn vor ?<\/em> \u2013 \u201eIch wei\u00df es nicht. Einmal habe ich ihn im Traum gesehen. Nun, war er es wirklich? Es war das sch\u00f6nste Geschenk, das ich hatte. Ich bin aufgestanden, habe gesagt : \u201aIch habe meinen Vater gesehen.\u2019 Ach, es war wunderbar\u201c. Ein belgisches Lebensbornkind nennt seinen Vater : \u201e<span style=\"color: #0080ff;\">die H\u00e4lfte die man vermisst<\/span>\u201c.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-837\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93B.jpg\" alt=\"G2\" width=\"560\" height=\"397\" border=\"0\" srcset=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93B.jpg 560w, https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93B-480x340.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 560px, 100vw\" \/><\/p>\n<p>Aber nicht nur die Kinder tr\u00e4umen. In der Ausstellung finden Sie den Traum eines deutschen Vaters, der auf die Nachricht der Geburt seines d\u00e4nischen Sohnes wartet. Und er scheint sehr gl\u00fccklich mit dem Kind !<\/p>\n<p>Aber ich m\u00f6chte realistisch bleiben und einiges erw\u00e4hnen, das aus meiner historischen Forschung hervortritt. Dabei werde ich chronologisch vorgehen, vom Entdecken der Schwangerschaft bis nach dem Zweiten Weltkrieg. Es gab nat\u00fcrlich was ich Kriegstrauungen nenne, das hei\u00dft M\u00e4nner und Frauen die einander wahrscheinlich nie begegnet h\u00e4tten ohne dieses Kriegsverfahren, das irgendwo einer V\u00f6lkerwanderung \u00e4hnelt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-838\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93D.jpg\" alt=\"g4\" width=\"400\" height=\"647\" border=\"0\" srcset=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93D.jpg 400w, https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93D-185x300.jpg 185w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/span><\/p>\n<p>Hier sehen sie spielende Kinder in Berlin eine Heirat nachahmen. Daneben findet am Ende des Krieges in Eupen (Ost-Belgien) eine Heirat einer Bewohnerin aus Eupen mit einem amerikanischen Soldaten statt. (Dieses Teil Belgiens war in 1940 vom Dritten Reich annektiert. Dort lebt die deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens.) W\u00e4hrend der deutschen Besatzung war es aber nicht leicht f\u00fcr die Heiratslustigen. Vielleicht erinnern Sie sich das belgische Lebensbornkind, dessen Mutter auch noch ihre Geschichte erz\u00e4hlte :<\/p>\n<p>\u201eH\u00f6re mal, es gab Heiratspl\u00e4ne. Aber wei\u00dft du, er hatte das Ungl\u00fcck einen Kommandanten zu haben \u2013 der war ein Mistkerl. \u201aKommt \u00fcberhaupt nicht in Frage, ein M\u00e4dchen von hier zu heiraten\u201c sagte dieser Kommandant\u2026 Aber hier konnte man nirgendwo hin um sein Kind zu geb\u00e4ren. In einem Entbindungsheim sollte man sagen, wer der Vater war und das konnte man doch nicht sagen. Er ist dann zum F\u00fcrsorgeamt der Armee gegangen \u2013 und jener Mann hat mir geholfen.\u201c<\/p>\n<p>Dann gibt es noch diese andere Geschichte aus Antwerpen. Marions Mutter hatte ihren Freund aus der deutschen Marine auf der Tanzfl\u00e4che begegnet. Er<\/p>\n<p>war ziemlich \u00e4lter als sie, aber das machte nichts aus : es war Liebe. Sie ist auch nach Deutschland arbeiten gegangen, weil sie pr\u00fcfen m\u00f6chte, ob sie sich dem Land angew\u00f6hnen konnte. Inzwischen war der Heiratsantrag von ihrem Freund gestellt worden. Aber Berlin verweigerte die Heirat, weil ein Oheim der Braut einmal wegen Diebstahl verurteilt wurde. Dann hatten die Marinekameraden ihnen geraten, ein Kind zu zeugen. Nichts n\u00fctzte : Berlin weigerte entschieden die Genehmigung zu geben. Jetzt war aber das Kind unterwegs. Noch nach dem Krieg ist der Vater zu seinem M\u00e4dchen in Antwerpen gekommen, bis die Mutter ihn fragte nicht mehr zu kommen : sie hatte einen Belgier geheiratet und sie bef\u00fcrchtete das Kind in Verwirrung zu bringen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-850\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93E.jpg\" alt=\"g5\" width=\"560\" height=\"342\" border=\"0\" \/><\/span><\/p>\n<p><em>Copyright : Generalstaatsarchive Br\u00fcssel Belgien<\/em><\/p>\n<p>Es gab M\u00e4nner die ihre Kinder anerkannten, besonders in dem annektierten Ost-Belgien, wo die deutsche Gesetzgebung g\u00fcltig war. Die wichtigsten<\/p>\n<p>Unterschiede mit der belgischen Gesetzgebung sind :<\/p>\n<p>1. Abstammung : in der deutschen Gesetzgebung bekam das Kind den Familiennamen der Mutter; es gab keine Anerkennung; das Kind geh\u00f6rte der Familie seiner Mutter an ( Art. 1705 : \u201eDas uneheliche Kind hat im Verh\u00e4ltnisse zu der Mutter und zu den Verwandten der Mutter die rechtliche Stellung eines ehelichen Kindes\u201c, und Art. 1706 : \u201eDas uneheliche Kind erh\u00e4lt den Familiennamen der Mutter\u201c); wenn vollj\u00e4hrig, wurde die Mutter Vormund ihres Kindes; wenn minderj\u00e4hrig, dann ist das Jugendamt gesetzlicher Amtsvormund;<\/p>\n<p>2. Vaterschaftssuche : war in Belgien nur in Ausnahmef\u00e4llen m\u00f6glich; wenn er nicht verheiratet war, konnte ein Vater auch sein Kind anerkennen und dann wurde keine Vormundschaft vorgesehen und hatte das Kind dieselben Rechte als ein eheliches Kind; Bemerkung : diese Unm\u00f6glichkeit der Vaterschaftssuche erkl\u00e4rt, dass die Beamten des Vormundschaftsamts in Deutschland die Frau zum Beispiel den Namen des belgischen Besatzungssoldaten nach dem Weltkrieg nicht fragten.<\/p>\n<p>3. Vaterschaftsanerkennung ist nicht dasselbe als Anerkennung des Kindes (Art. 1589 : \u201eEin uneheliches Kind und dessen Vater gelten nicht als<\/p>\n<p>verwandt\u201c); sie verpflichtete den Vater (Art. 1708 und 1716) bis zum 16. Lebensjahr des Kindes seinen Unterhalt zu zahlen, manchmal auch die<\/p>\n<p>Entbindungskosten und den Unterhalt der Mutter w\u00e4hrend der sechs Wochen nach der Geburt;<\/p>\n<p>4. Im deutschen Recht gibt es keinen Gegenvormund. Die vorher belgischen M\u00fctter waren es nicht gew\u00f6hnt solche umfassende Fragebogen auszuf\u00fcllen, die den Formularen vor 1926 sehr \u00e4hnlich aussahen, aber fast unmerkbar verrutschten : deutschbl\u00fctig und arisch werden wichtige Merkmale. Die Vaterschaftssuche geschah sehr ernsthaft.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-851\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93F.jpg\" alt=\"g6\" width=\"560\" height=\"421\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-852\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93G.jpg\" alt=\"g7\" width=\"560\" height=\"378\" border=\"0\" \/><br \/>\n<em>Copyright : Generalstaatsarchive Br\u00fcssel Belgien<\/em><\/p>\n<p>Es gab nat\u00fcrlich M\u00e4nner \u2013 und wahrscheinlich auch Frauen \u2013 die keine Lust hatten zu heiraten, auch schon weil sie sich im Klaren waren, was es bedeutete eine(n) FeindIn zu heiraten. Merkw\u00fcrdig bleiben daher die Bigamief\u00e4lle, sowohl von deutschen und sp\u00e4ter westalliierten Soldaten, als in Deutschland von (Zwangs)Arbeitern aus Belgien. Auch Frauen wagten sich an Bigamie. In den Archivunterlagen in Belgien stelle ich fest, dass der Staatsanwalt diese doppelten Ehen nach dem Krieg f\u00fcr null und nichtig erkl\u00e4rte. Die Folgen waren besonders schwer f\u00fcr die eventuellen Kinder, die unehelich und\/oder au\u00dferehelich wurden \u2013 aus Ehebruch geboren.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-853\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93H.jpg\" alt=\"g8\" width=\"560\" height=\"384\" border=\"0\" \/><\/span><\/p>\n<p><em>Copyright : Generalstaatsarchive Br\u00fcssel Belgien<\/em><\/p>\n<p>Aber der F\u00fchrer und sein Reichsministerium f\u00fcr Propaganda haben sein populistisches Erscheinen als Menschenfreund gef\u00f6rdert. Am 4. November 1939 wurde deutlich welche L\u00f6sungen das Dritte Reich f\u00fcr dringende F\u00e4lle erdacht hatte, wenn der Mann den Kampfplatz nicht verlassen konnte\/d\u00fcrfte : die Fernehe \u2013 Der Soldat konnte seinen \u201eWillen, die Ehe mit der von ihm bestimmt bezeichneten Frau einzugehen\u201c, seinem Bataillonskommandanten schriftlich erkl\u00e4ren. Diese Willenserkl\u00e4rung wurde im Feld zu einer Art Trauungszeremonie stilisiert, mit Trauzeugen vor dem Foto der Verlobten. Nachdem der abwesende Soldat die entsprechenden Papiere eingereicht hatte, vollzog der Standesbeamte am Wohnort der Verlobten die Eheschlie\u00dfung dadurch, dass er ihre Erkl\u00e4rung, dass sie die Ehe mit dem entsprechenden Mann eingehen wollte, beurkundete.<\/p>\n<p>(Auf dem Bild, links : Mussehe, Mitte : der Mann war nicht anwesend; rechts : die Heiratsakte einer Fernehe, und vergr\u00f6\u00dfert : \u201ehaben heute vor dem unterzeichneten Standesbeamten die Ehe geschlossen. Der Mann hat gem\u00e4\u00df der Personenstandsverordnung der Wehrmacht seinen Willen, die Ehe einzugehen am 26. November 1942 zur Niederschrift des Bataillonskommandeurs erkl\u00e4rt. Die Frau hat heute die Frage des Standesbeamten, ob sie die Ehe mit \u2026<\/p>\n<p>eingehen wolle, bejaht.\u201c)<\/p>\n<p>Stellte sich sp\u00e4ter heraus, dass zu diesem Zeitpunkt der Verlobte bereits gefallen war, galt die Ehe dennoch, allerdings wurde ihr Beginn auf den Tag der<\/p>\n<p>schriftlichen Erkl\u00e4rung des Mannes r\u00fcckdatiert. Euphemistisch wurde solche Ehe \u201enachtr\u00e4gliche Eheschlie\u00dfung\u201c genannt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-854\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93I.jpg\" alt=\"g9\" width=\"560\" height=\"403\" border=\"0\" \/><\/span><\/p>\n<p><em>Copyright : Generalstaatsarchive Br\u00fcssel Belgien<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>(Vergr\u00f6\u00dferungen im Mitte; links : man beabsichtigt eine Leichentrauung) Ein aus einer solchen Verbindung hervorgegangenes Kind, das in der Zeitl\u00fccke zwischen Niederschrift des Vaters und der standesamtlichen Erkl\u00e4rung der Mutter zur Welt kam, wurde am Todestag des Vaters ehelich. Am 6. November 1941 war der Erlass des F\u00fchrers erschienen, der die Anordnung der nachtr\u00e4glichen Eheschlie\u00dfung gefallener Soldaten betrifft : \u201eIch erm\u00e4chtige Sie, die nachtr\u00e4gliche Eheschlie\u00dfung von Frauen mit gefallenen oder im Felde verstorbenen Wehrmachtsangeh\u00f6rigen anzuordnen, wenn nachweisbar die ernstliche Absicht, die Ehe einzugehen, bestanden hat und keine Anhaltspunkte daf\u00fcr vorliegen, dass die Absicht vor dem Tode aufgegeben ist. F\u00fcr Berufssoldaten ist die Zustimmung des Oberkommandos der Wehrmacht einzuholen. Eine Ver\u00f6ffentlichung dieser Anordnung hat zu unterbleiben.\u201c ( gez. Adolf Hitler [der F\u00fchrer], Dr. Lammers [der Reichsminister und Chef der Reichskanzlei], Keitel [der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht]) &#8211; Der geheime F\u00fchrer-Erlass behielt auch noch nach 1945 seine G\u00fcltigkeit.<\/p>\n<p>Leichentrauung wurde vom NS-Staat als ein Mittel gegen uneheliche Mutterschaft und die Gefahr der \u201eAbstammungsverschleierung\u201c gesehen. [Um die Ehre des toten Soldaten zu sch\u00fctzen wurde am 18. M\u00e4rz 1943 sein Recht, sich von seiner \u201eunw\u00fcrdigen\u201c Witwe scheiden zu lassen eingef\u00fchrt. Ab 1939 befasste die Akademie f\u00fcr Deutsches Recht (1933 gegr\u00fcndet) sich mit der Erarbeitung eines Volksgesetzbuchs.] Aber aus den zahlreichen von Archivunterlagen best\u00e4tigten Fernehen und nachtr\u00e4glichen Eheschlie\u00dfungen kommt hervor, dass die M\u00e4nner sich oft tats\u00e4chlich um den von ihnen gezeugten Kindern und ihre M\u00fctter gek\u00fcmmert haben. Das Dritte Reich hat es ihnen nicht leicht gemacht. Obwohl es auch M\u00e4nner gab, die versprochen hatten einen Heiratsantrag zu stellen, aber die Archivunterlagen beweisen, dass sie es unterlassen hatten. Andere leugneten ihre Vaterschaft, und Amtsgericht und Wehrmacht brauchten alle Mittel, wie auch das Argument der \u201eEhre des deutschen Mannes\u201c und eine gerichtliche Verurteilung um sie auf andere Gedanken zu bringen. Was nicht immer bedeutete dass sie f\u00fcr ihr Kind Unterhaltskosten zahlten.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-855\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93J.jpg\" alt=\"g10\" width=\"560\" height=\"367\" border=\"0\" srcset=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93J.jpg 560w, https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93J-480x315.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 560px, 100vw\" \/><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p>Wie war das Verhalten dieser M\u00e4nner in den Besatzungsgebieten? Das Gesamtbild gleicht wahrscheinlich einerlei Durchschnittsbild einer M\u00e4nnergruppe, und h\u00e4ngt eng von ihrer Lage und den Beziehungen ab. Als Quellen verf\u00fcge ich \u00fcber wenige Aussagen ihrer Freundinnen, viele ihrer Kinder, die aber von den Geschichten ihrer M\u00fctter und\/oder der Umgebung ausgehen, und die Beurteilungen ihrer Wehrmachthierarchie.<\/p>\n<p>Die Mutter des schon erw\u00e4hnten Lebensbornkindes, die ihr Verh\u00e4ltnis als ihre \u201eerste gro\u00dfe Liebe\u201c einsch\u00e4tzte, fragte ich : \u201eWar er ein sch\u00f6ner Bursche?\u201c Ihre Antwort ist deutlich : \u201eJa, ja, er war wundersch\u00f6n; er war ein furchtbar sch\u00f6ner Bursche. Er war ein sehr sch\u00f6ner Soldat, ja. Und diese sch\u00f6ne Uniform der Luftwaffe. Und immer so sauber.\u201c \u2013 War er gro\u00df? \u2013 \u201eNa, ziemlich, er passte zu mir.\u201c \u2013 Hatte er blaue Augen? \u2013 \u201eEr war einer mit blauen Augen. Ja, es war ein sch\u00f6ner Kerl. In meinen Augen der sch\u00f6nste den es gab \u2026\u201c Sie erinnerte sich den Mann und w\u00e4hrend sie mit mir \u00fcber ihn sprach glitzerten ihre Augen noch.<\/p>\n<p>Die andere Mutter die ich interviewt habe, hatte zwei Wehrmachtangeh\u00f6rigen frequentiert, und ihre Darstellung ist ziemlich mehr nuanciert : der Erzeuger ihres Sohnes sah als Offizier sehr gut aus, aber er trat so harsch und autorit\u00e4r seine Mannschaft gegen\u00fcber auf! \u00dcbrigens ist er ohne weiteres abgehauen und sie blieb schwanger zur\u00fcck. Der einfache Soldat, den sie sp\u00e4ter kennenlernte, sah nicht so elegant aus, aber er war lieb und hilfsbereit. Er hat sich \u00f6fters mit ihrem Jungen besch\u00e4ftigt, wenn sie zur Arbeit gehen musste. W\u00e4hrend seines Milit\u00e4rdienstes in Deutschland hat ihr Sohn ihn sp\u00e4ter mehrfach besucht.<\/p>\n<p>In den Wehrmachtbeurteilungen gibt es drei Teile :<\/p>\n<p>a) Leistungen im Waffen- bzw. Fachdienst<\/p>\n<p>b) Allgemein milit\u00e4rische Leistungen und Eigenschaften<\/p>\n<p>c) Charakter und Eigenschaften.<\/p>\n<p>Aber Wehrmachtangeh\u00f6rigen bekamen auch eine \u00e4rztliche Akte, wenn sie krank waren oder verwundet wurden. Diese Akten m\u00f6chten mal n\u00e4her von Forschern eingesehen werden, denn neben Verwundungen, scheinen einige Krankheiten mehr vorzukommen als andere. Die Akten best\u00e4tigen zum Beispiel, dass die Soldaten sich \u00f6fters eine Geschlechtskrankheit geholt haben. Was nur ein allgemeines Problem illustriert, das nach dem Krieg besonders akut wurde, wie ich in den Archivakten des Landesarchivs Berlin feststellen konnte.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-856\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93K.jpg\" alt=\"G11\" width=\"560\" height=\"412\" border=\"0\" srcset=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93K.jpg 560w, https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93K-480x353.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 560px, 100vw\" \/><\/span><\/p>\n<p>Wie stark ein Liebesverh\u00e4ltnis die Leistungen in der Wehrmacht beeinflussen konnte, zeigt folgendes Beispiel. Der Gefreiter Herbert Mond bekommt im April 1941 diese Beurteilung : \u201eOffener, ehrlicher, bescheidener Soldat, der mit Interesse bei jedem Dienst ist. Leicht zu leiten, reagiert auf Lob und Tadel. Durchschnittlich begabt. Bei Kameraden beliebt. Seine milit\u00e4rischen Leistungen, Haltung und Formen sind gut. Arbeitet sauber und gewissenhaft.<\/p>\n<p>Gute Dienstauffassung. Er ist bestrebt, in allen Dienstzweigen nur gute Leistungen zu erzielen. Gute Zeugwirtschaft. Dienstt\u00fcchtigkeit : -6- (ziemlich<\/p>\n<p>gut). Gesamturteil aus a) bis c)\u201c. Im M\u00e4rz 1942 ist das Gesamturteil noch besser und bekommt er ein -7-. Aber genau ein Jahr sp\u00e4ter hei\u00dft es : \u201e\u00c4u\u00dferliches milit. Benehmen und Auftreten gen\u00fcgt den Anforderungen. In seiner innerlichen Haltung jedoch in keinster Weise Soldat. Gute Dienstauffassung wird nur im Hinblick auf Augendienerei gezeigt. Undurchsichtiger, unaufrichtiger und nicht immer ehrlicher und offener Charakter. Schlau und gerissen mit \u00fcberdurchschnittlicher Begabung. Wenn M. nicht diese offenbaren Charakterfehler, die er zeitweise durch Blenderei geschickt zu verbergen verstand, besitzen w\u00fcrde, k\u00f6nnte er sehr viel auf seinem Fachgebiet leisten. Strengste Aufsicht und hartes milit\u00e4risches Anfassen ist daher notwendig.\u201c<\/p>\n<p>\u00dcbrigens hat Herbert Mond im Februar 1943 sieben Tage Arrest \u201ewegen Nichtausf\u00fchrung eines gegebenen Befehls\u201c und \u201ewegen Sch\u00e4digung des Ansehens der Kriegsmarine\u201c bekommen. Was ist inzwischen geschehen? Er erz\u00e4hlt es selbst in seinem Gesuch \u00fcber Erteilung der Heiratserlaubnis, denn er hat in Nord-Frankreich eine Franz\u00f6sin kennengelernt und mit ihr im Sanit\u00e4tslager zusammengearbeitet. \u201eDie st\u00e4ndige Zusammenarbeit brachte uns gegenseitig n\u00e4her, sodass wir uns im Laufe der Zeit klar dar\u00fcber wurden, dass uns schon mehr verband als nur gegenseitige Sympathie. Wir haben beide in der bald darauf folgenden Zeit unserer Trennung nach meiner Abkommandierung ehrlich gegen unser Gef\u00fchl angek\u00e4mpft und haben, einer getrennt von dem andern, uns die ganzen Schwierigkeiten eines Verh\u00e4ltnisses zwischen uns beiden vor Augen gef\u00fchrt. Trotz allem kamen wir zu der \u00dcberzeugung, dass unser Gef\u00fchl st\u00e4rker sein w\u00fcrde als jede Schwierigkeit, die sich uns in den Weg stellen k\u00f6nnte. \u2026 Seit dem M\u00e4rz 1942 ist meine Braut gravid. Wenn auch in Anbetracht der Tatsachen der Verzicht auf die Erf\u00fcllung unseres beiderseitigen Wunsches nach einem Kind nahe lag, so blieb trotzdem das Verlangen in uns st\u00e4rker, unserem Verh\u00e4ltnis durch ein Kind seinen vollen Sinn zu geben. Meine Braut hat immer wieder ihren festen Willen betont, die schwere Last auf sich zu nehmen, die entstehen w\u00fcrde, wenn ich fallen sollte, ohne dass es mir m\u00f6glich gewesen w\u00e4re, f\u00fcr sie und das Kind zu sorgen oder mir die Genehmigung verweigert w\u00fcrde, sie zu ehelichen.\u201c<\/p>\n<p>Den Grund des Arrestes wird weiter erkl\u00e4rt :<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-857\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93O.jpg\" alt=\"gs\" width=\"560\" height=\"388\" border=\"0\" srcset=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93O.jpg 560w, https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93O-480x333.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 560px, 100vw\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-858\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93L.jpg\" alt=\"G12\" width=\"560\" height=\"409\" border=\"0\" srcset=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93L.jpg 560w, https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93L-480x350.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 560px, 100vw\" \/><br \/>\n<\/span>Vielleicht habe ich mit jenem Beispiel viel von Ihrer Zeit genommen, aber viele Kriegskinder w\u00e4ren gl\u00fccklich soviel \u00fcber ihre Eltern und besonders \u00fcber ihren Vater, den die meisten nie finden werden, lesen zu k\u00f6nnen. Auch wenn nicht alle V\u00e4ter um das Wohlergehen ihrer Partnerin und ihres Kindes soviel Besorgnis zeigten. Die deutschen Wehrmachtsoldaten waren also nicht nur h\u00f6flich und schickten sehr milit\u00e4rische Neujahrsw\u00fcnsche nach ihren Geliebten, sondern sie konnten auch f\u00fcr ihre Liebe und deren Folgen eintreten!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-859\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93M.jpg\" alt=\"G13\" width=\"560\" height=\"413\" border=\"0\" srcset=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93M.jpg 560w, https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93M-480x354.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 560px, 100vw\" \/><\/p>\n<p>So komme ich zu einer letzten Frage : was geschah nach dem Krieg? \u00dcberall war die Zeit nach dem Krieg eine schwere Periode der Wiederaufbau nicht nur der St\u00e4dte, sondern auch der Familienverh\u00e4ltnisse. Beiderseits waren viele M\u00e4nner gefallen. Jedoch haben manche Kriegskinder ihren Vater wiedergefunden. Wie haben diese V\u00e4ter dann reagiert? Der Mann rechts unten war B\u00fcrgermeister in seinem St\u00e4dtchen. Er war Vater eines belgischen Zwillings. Er war sehr stolz mit seiner Tochter Arm in Arm spazieren zu gehen, aber seine ersten Worte waren : \u201eVon mir sollst du nichts erwarten. Du bekommst nichts\u201c. Seinem Sohn war er ziemlich gleichg\u00fcltig gegen\u00fcber. Den Vater links hat das Kriegskind nur sp\u00e4ter begegnet, denn er war mit seiner neuen Familie nach Australien emigriert. Erst kam die Begegnung mit den Gro\u00dfeltern : der Gro\u00dfvater war umso gl\u00fccklich, weil er seinen Sohn nicht viel sehen konnte, aber die Gro\u00dfmutter blieb lange Zeit sehr argw\u00f6hnisch. Als dann die Begegnung mit dem Vater stattgefunden hat, ja, sagt der Sohn, er wusste nicht genau was mit mir anzufangen.<\/p>\n<p>Viel tragischer aber sind die Begegnungen von drei Frauen. Sie haben es nicht gewagt die Geschichte aufnehmen zu lassen und ihre Stimme stockte w\u00e4hrend sie erz\u00e4hlten. Die Erste war siebzehn und erwartete viel von der Begegnung, weil die Beziehungen zu ihrer Mutter schwer waren. Ihr Vater hat sie ins Restaurant eingeladen, gutes Men\u00fc mit kostspieligem Wein; dann sind sie ins Hotel hochgegangen und er hat sie vergewaltigt\u2026 Sie war ihre Mutter so \u00e4hnlich!<\/p>\n<p>Die Zweite war sechzehn, f\u00fchlte sich so unwohl, dass ihre Mutter ihr letztendlich vorgeschlagen hat zusammen den Vater zu suchen. Es war nicht leicht ihn aus der damaligen DDR nach der Bundesrepublik kommen zu lassen. Mit der Hilfe einer Freundin ist es doch gelungen. Jahrelang hat der Vater mit seiner Tochter sexuelle Beziehungen gehabt, bis das M\u00e4dchen ihm ihren Verlobten vorgestellt hat und mit dem Verh\u00e4ltnis selbst Halt gemacht hat. Am Ende seines Lebens hat der Vater ihr erkl\u00e4rt : \u201eich habe dich immer geliebt\u201c. Auch er hatte in seine Tochter die fr\u00fchere Geliebte gesehen\u2026<\/p>\n<p>Das dritte M\u00e4dchen hatte schon als Kind ihre Mutter verloren, hatte keine Verwandten mehr, ging als vierzehnj\u00e4hrige auf der Vatersuche. Sie fand ihn. Er war inzwischen verheiratet, hatte keine anderen Kinder. Sie sah ganz anders aus als ihre Mutter. Der Vater hat ihr vorgeschlagen, sie \u201edie Dinge des Lebens\u201c zu lehren. Aus diesem Unterricht ist ein Sohn geboren\u2026 Die Ehefrau hat den Mann angeklagt und er wurde in Deutschland verurteilt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-860\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93N.jpg\" alt=\"G14\" width=\"560\" height=\"478\" border=\"0\" srcset=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93N.jpg 560w, https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93N-480x410.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 560px, 100vw\" \/><\/span><\/p>\n<p>Kriegskinder wiegen sich oft in Illusionen \u00fcber den fehlenden Vater; viele hegen auch \u00c4ngste was die Taten ihres Vaters betrifft. Es ist wichtig sich darin einig zu sein : welche auch die politische Ansichten und\/oder Taten unserer Eltern, und besonders unseres Vaters seien, daran haben die Kinder keine Schuld. Nur dann h\u00f6rt der Vater auf unserer Feind zu sein. Wird er weniger unbekannt? Ich wei\u00df es nicht, denn bleiben wir nicht alle unbekannt, auch f\u00fcr uns selbst? Aber die Frage des S\u00e4ngers &#8211; Kriegskindes, G\u00e9rard Lenorman, beh\u00e4lt ihre G\u00fcltigkeit : Warum mein Vater, warum\u2026?<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerlinda Swillen, Sprecherin von BOW i.n.( www.bowin.eu) hat diese Vorf\u00fchrung in Klekken am 7. Juni 2013 pr\u00e4sentiert. Copyright : Cegesoma Br\u00fcssel. Die meisten Kriegskinder sind unehelich geboren. Sie wurden meistens nicht einmal von ihrem Vater anerkannt; selbst ihre Mutter hat sie nicht immer anerkannt. 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Ils ont v\u00e9cu avec leur m\u00e8re, et \u00e9ventuellement avec la famille de leur m\u00e8re, ils ont \u00e9t\u00e9 parfois adopt\u00e9s par d'autres parents, ou ont v\u00e9cu en internats ou dans d'autres institutions.<\/p><p>Pour autant, cela ne veut pas dire que chaque g\u00e9niteur ait \u00e9t\u00e9 indiff\u00e9rent \u00e0 la grossesse de son amie, ni plus tard \u00e0 la naissance et \u00e0 l'\u00e9ducation de l'enfant.<\/p><p>L'image que j'utilise souvent comme logogramme de ma recherche, illustre tr\u00e8s exactement les sentiments de l'enfant. Cette fille de 70 ans vit aujourd'hui pr\u00e8s de Mons en Wallonie. Comme je lui demandais si elle souhaitait savoir quelque chose de particulier sur son p\u00e8re, elle me fit la r\u00e9ponse habituelle de tous les enfants de guerre : \" j'aimerais savoir o\u00f9 il est enterr\u00e9, pour voir sa tombe. Et j'aimerais savoir ce qui est arriv\u00e9 et tout... je ne sais rien... \"<\/p><p>\"<em>Avez-vous l'impression que les circonstances de votre naissance ont d\u00e9termin\u00e9 votre vie<\/em> ? \" - Oui, tout \u00e0 fait. Il y a un manque quelque part. Je ne peux pas l'expliquer. Mais je ressens son absence.<\/p><p>Il est remarquable que dans cette histoire, Monika C. ne ressent ce sentiment que pour son p\u00e8re, pas pour sa m\u00e8re, bien qu'elle ait v\u00e9cu bri\u00e8vement avec elle et ait \u00e9t\u00e9 alors si triste, qu'on l' a renvoy\u00e9e 'dans sa famille d'accueil. Quand je lui ai demand\u00e9 : \"<em>Pensez-vous parfois \u00e0 votre p\u00e8re ?<\/em> \", elle a r\u00e9pondu \" Souvent. \" - <em>Comment vous le repr\u00e9sentez-vous ?<\/em> - \" Je ne sais pas. Une fois , je l'ai vu en r\u00eave. Seulement, \u00e9tait-ce r\u00e9el ? C'est le meilleur cadeau que j'ai eu. Je me suis lev\u00e9e et j'ai dit : \" J'ai vu mon p\u00e8re \". Ah, c'\u00e9tait merveilleux. \" Un enfant belge du Lebensborn appelle son p\u00e8re : <span style=\"color: #0080ff;\"><strong>\" La moiti\u00e9 dont on ressent l'absence. \"<\/strong><\/span><\/p><p><img class=\" size-full wp-image-837\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93B.jpg\" alt=\"G2\" width=\"560\" height=\"397\" border=\"0\" \/><\/p><p>Mais il n'y a pas que les enfants qui r\u00eavent. Dans l'image ci-dessus, vous trouvez le r\u00eave d'un p\u00e8re allemand, qui attend la naissance de son fils danois. Et il a l'air d'\u00eatre heureux avec l'enfant !<\/p><p>Cependant, j'aimerais rester r\u00e9aliste et \u00e9voquer diverses choses apparues lors de mes recherches historiques. Je proc\u00e9derai de fa\u00e7on chronologique, de la d\u00e9couverte de la grossesse jusqu'\u00e0 apr\u00e8s la fin de la deuxi\u00e8me guerre mondiale. Il y a eu naturellement ce que j'appelle des mariages de guerre, c'est \u00e0 dire des hommes et des femmes qui ne se seraient vraisemblablement pas rencontr\u00e9s sans la guerre qui d'une certaine fa\u00e7on s'apparente \u00e0 une grande migration.<\/p><p>\u00a0<\/p><p><span style=\"color: #ff0000;\"><img class=\" size-full wp-image-838\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93D.jpg\" alt=\"g4\" width=\"400\" height=\"647\" border=\"0\" \/><\/span><\/p><p>Ici vous voyez des enfants \u00e0 Berlin qui jouent et simulent un mariage. A c\u00f4t\u00e9, \u00e0 la fin de la guerre \u00e0 Eupen ( Est de la Belgique ) le mariage d'une habitante d'Eupen avec un soldat am\u00e9ricain a eu lieu. ( Cette partie de la Belgique avait \u00e9t\u00e9 annex\u00e9e en 1940 par le Troisi\u00e8me Reich. C'est l\u00e0 que vit la communaut\u00e9 germanophone de Belgique.) Pendant l'occupation allemande, ce n'\u00e9tait pas facile pour les gens de se marier. Peut-\u00eatre vous rappelez vous l'enfant du Lebensborn belge dont la m\u00e8re racontait son histoire :<\/p><p>\"Ecoute, on envisageait le mariage. Mais apprend qu'il avait le malheur d'avoir comme commandant un salaud. \" Il n'est pas question d'\u00e9pouser une fille d'ici. \" : disait ce commandant. Mais ici on ne pouvait aller nulle part pour accoucher. Dans une maternit\u00e9, on devait dire qui \u00e9tait le p\u00e8re et on ne pouvait pas le dire. Il est alors all\u00e9 au bureau d'aide sociale de l'arm\u00e9e et tout le monde m'a aid\u00e9.\"<\/p><p>Ensuite, il y a aussi cette histoire d'Anvers. La m\u00e8re de Marion avait rencontr\u00e9 son ami de la Marine allemande sur les pistes de danse. Il \u00e9tait plus \u00e2g\u00e9 qu'elle, mais c'\u00e9tait sans importance, c'\u00e9tait l'amour. Elle est partie travailler en Allemagne, parce qu'elle voulait tester si elle pouvait s'habituer au pays. entretemps son ami avait fait sa demande en mariage. Mais Berlin refusait le mariage, car un oncle de la mari\u00e9e avait \u00e9t\u00e9 condamn\u00e9 pour vol. Alors les camarades de la Marine leur avaient conseill\u00e9 de faire un enfant. Cela n'a servi \u00e0 rien. Berlin refusait de se d\u00e9cider \u00e0 donner l'autorisation. Mais l'enfant \u00e9tait en route. Apr\u00e8s la guerre, le p\u00e8re est all\u00e9 voir sa fille \u00e0 Anvers, jusqu'\u00e0 ce que la m\u00e8re lui demande de ne plus venir : elle avait \u00e9pous\u00e9 un Belge et craignait de perturber l'enfant.<\/p><p><span style=\"color: #ff0000;\"><img class=\" size-full wp-image-839\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93E-fr.jpg\" alt=\"g5\" width=\"560\" height=\"342\" border=\"0\" \/><\/span><\/p><p><em>Copyright : Archives G\u00e9n\u00e9rales du Royaume, Bruxelles Belgique.<\/em><\/p><p>Il y a des hommes qui ont reconnu leurs enfants, particuli\u00e8rement dans la partie annex\u00e9e de l'est de la Belgique, o\u00f9 la l\u00e9gislation allemande s'appliquait.<\/p><p>Les diff\u00e9rences avec la loi belge sont :<\/p><p>1. Filiation : dans la l\u00e9gislation allemande l'enfant re\u00e7oit le nom de famille de la m\u00e8re ; il n'y a pas de reconnaissance ; l'enfant appartient \u00e0 la famille de la m\u00e8re ( Article 1705 :\" L'enfant n\u00e9 hors mariage a pour situation vis-\u00e0-vis de sa m\u00e8re et de la famille de sa m\u00e8re la situation l\u00e9gale d'un enfant l\u00e9gitime.\" et article 1706 : L'enfant n\u00e9 hors mariage re\u00e7oit le nom de famille de la m\u00e8re.\" \" Si elle est majeure, la m\u00e8re devient tutrice de son enfant, si elle est mineure, alors le service social \u00e0 l'enfance est commis d'office tuteur l\u00e9gal. \"<\/p><p>2. Recherche en paternit\u00e9 : elle n'\u00e9tait possible que dans des cas d'exception ; quand il n'\u00e9tait pas mari\u00e9 un p\u00e8re pouvait reconna\u00eetre son enfant et dans ce cas aucune tutelle n'\u00e9tait envisag\u00e9e, l'enfant avait les m\u00eames droits qu'un enfant l\u00e9gitime. Remarque : cette impossibilit\u00e9 de la recherche en paternit\u00e9 explique qu'apr\u00e8s la guerre les employ\u00e9s de service de tutelle en Allemagne ne demandaient jamais \u00e0 la m\u00e8re le nom du soldat d'occupation belge (p\u00e8re d'un enfant de l'occupation).<\/p><p>3. Reconnaissance de paternit\u00e9 : elle n'est pas la reconnaissance de l'enfant. (Article 1589 : Un enfant n\u00e9 hors-mariage et son p\u00e8re ne sont pas consid\u00e9r\u00e9s comme apparent\u00e9s. Elle obligeait le p\u00e8re \u00e0 payer l'entretien de l'enfant (articles 1708 et 1716) jusqu'au 16\u00e8me anniversaire de l'enfant, parfois aussi les frais de l'accouchement et l'entretien de la m\u00e8re pendant 6 semaines apr\u00e8s la naissance.<\/p><p>4.En droit allemand, il n'existe pas de subrog\u00e9 tuteur. (N. d. T. dans une tutelle un subrog\u00e9 tuteur peut \u00eatre d\u00e9sign\u00e9 pour contr\u00f4ler les actes effectu\u00e9s par le tuteur ). Les m\u00e8re belges devenues allemandes n'avaient pas l'habitude de remplir de tels formulaires, qui \u00e9taient tr\u00e8s ressemblants aux formulaires de 1926, mais qui d\u00e9rapaient de fa\u00e7on \u00e0 peine perceptible : le sang allemand et l'aryanit\u00e9 devenant des caract\u00e9ristiques majeures. La recherche de paternit\u00e9 \u00e9tait faite de fa\u00e7on tr\u00e8s s\u00e9rieuse.<\/p><p><br \/> <img class=\" size-full wp-image-840\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93F-fr.jpg\" alt=\"g6\" width=\"560\" height=\"422\" border=\"0\" \/><\/p><p><br \/> <img class=\" size-full wp-image-841\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93G-fr.jpg\" alt=\"g7\" width=\"560\" height=\"378\" border=\"0\" \/><br \/> <em>Copyright : Archives G\u00e9n\u00e9rales du Royaume, Bruxelles Belgique<\/em><\/p><p>Il y avait naturellement des hommes - et vraisemblablement des femmes - qui n'avaient pas envie de se marier, parce qu'ils (elles ) se rendaient compte de ce que repr\u00e9sentait le fait d'\u00e9pouser un(e) ennemi(e). Les cas de bigamie sont \u00e0 noter, aussi bien de la part de soldats allemands que plus tard de soldats alli\u00e9s occidentaux, et qu'en Allemagne de travailleurs forc\u00e9s belges. Des femmes aussi ont aussi os\u00e9 la bigamie. Dans les archives de Belgique, j'ai compris qu'apr\u00e8s la guerre le procureur a tenu pour nuls et non avenus ces doubles mariages. Les cons\u00e9quences \u00e9taient particuli\u00e8rement dures pour les enfants \u00e9ventuels, qui devenaient ill\u00e9gitimes et\/ou hors mariage - n\u00e9s d'un adult\u00e8re.<\/p><p>\u00a0<\/p><p><span style=\"color: #ff0000;\"><img class=\" size-full wp-image-842\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93H-fr.jpg\" alt=\"g8\" width=\"560\" height=\"384\" border=\"0\" \/><\/span><\/p><p><em>Copyright : Archives G\u00e9n\u00e9rales du Royaume, Bruxelles Belgique<\/em><\/p><p>Mais le F\u00fchrer et son service de propagande ont veill\u00e9 \u00e0 son image populiste d'humaniste. Le 4 novembre 1939, la solution \u00e0 laquelle le Troisi\u00e8me Reich avait pens\u00e9 dans les cas d'urgence quand un homme ne pouvait pas quitter les lieux du combat, devint claire : le mariage \u00e0 distance - Le soldat pouvait d\u00e9clarer par \u00e9crit aupr\u00e8s de son chef de bataillon sa \"<strong>volont\u00e9 de contracter mariage avec une femme bien pr\u00e9cise<\/strong>\". Cette d\u00e9claration de volont\u00e9 \u00e9tait ritualis\u00e9e sur le front en une sorte de c\u00e9r\u00e9monie de mariage, avec t\u00e9moins de mariage devant la photo de la fianc\u00e9e. Apr\u00e8s que le soldat absent ait remis les papiers correspondants, l'employ\u00e9 de l'\u00e9tat civil concluait le mariage au domicile de la fianc\u00e9e en certifiant sa d\u00e9claration de contracter le mariage avec l'homme correspondant.<\/p><p>Sur l'image, \u00e0 droite : Mussehe (mariage obligatoire), au milieu : le mari\u00e9 n'\u00e9tait pas pr\u00e9sent, \u00e0 gauche l'acte d'un mariage \u00e0 distance ( Fernehe ) et agrandi : \"ont conclu mariage devant l'employ\u00e9 d'\u00e9tat civil soussign\u00e9. Conform\u00e9ment aux r\u00e9glements d'\u00e9tat civil de la Wehrmacht, l'homme a d\u00e9clar\u00e9 sur proc\u00e8s-verbal aupr\u00e8s du chef de bataillon sa volont\u00e9 de contracter mariage. Devant l'employ\u00e9 d'\u00e9tat civil, la femme a aujourd'hui r\u00e9pondu oui \u00e0 la question : \"Voulez-vous \u00e9pouser ...\"<\/p><p>S'il s'av\u00e9rait plus tard qu'\u00e0 cet instant le fianc\u00e9 \u00e9tait d\u00e9j\u00e0 mort, le mariage restait valable, cependant il \u00e9tait antidat\u00e9 au jour de la d\u00e9claration \u00e9crite de l'homme. Par euph\u00e9misme, ces mariages \u00e9taient appel\u00e9s \"mariages posthumes\".<\/p><p><br \/> <span style=\"color: #ff0000;\"><img class=\" size-full wp-image-843\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93I-fr.jpg\" alt=\"g9\" width=\"560\" height=\"403\" border=\"0\" \/><\/span><\/p><p><em>Copyright : Archives G\u00e9n\u00e9rales du Royaume, Bruxelles Belgique<\/em><\/p><p>(Agrandissement au milieu) On envisage le mariage avec un mort. Un enfant issu d'une telle relation, qui naissait entre la d\u00e9claration \u00e9crite du p\u00e8re et la d\u00e9claration devant l'employ\u00e9 d'\u00e9tat civil de la m\u00e8re, \u00e9tait l\u00e9gitim\u00e9 \u00e0 la date de la mort du p\u00e8re. Le 6 novembre 1941 paraissait l'\u00e9dit du F\u00fchrer concernant les mariages posthumes. \"Je vous autorise \u00e0 arranger le mariage posthume des femmes avec des membres de la Wehrmacht morts sur le front, quand l'intention s\u00e9rieuse et manifeste de se marier existe et qu'il n'y a pas d'indications que cette intention a disparu avant la mort. Pour des soldats de m\u00e9tier, l'agr\u00e9ment de l'Etat Major de la Wehrmacht doit \u00eatre obtenu. Une publication de cet arr\u00eat ne doit pas \u00eatre faite.\" (Sign\u00e9 Adolphe Hitler [le F\u00fchrer], Dr. Lammers [Ministre du Reich et chef de la Chancellerie], Keitel [Chef d'\u00e9tat major de la Wehrmacht] - Le d\u00e9cret secret du F\u00fchrer \u00e9tait toujours valable apr\u00e8s 1945.<\/p><p>Le mariage posthume pour l'Etat national socialiste \u00e9tait vu comme un rem\u00e8de aux grossesses hors mariage et \u00e0 la \"dissimulation des origines\". [Le 18 mars 1943, il fut instaur\u00e9 pour prot\u00e9ger l'honneur du soldat mort le droit de divorcer d'une veuve indigne. A partir de 1939 l'acad\u00e9mie du droit allemand (fond\u00e9e en 1933) s'est occup\u00e9e de l'\u00e9dification d'un code civil national.] Mais il ressort des nombreuses archives de mariages \"\u00e0 distance\" ou posthumes, que les hommes se sont effectivement souvent occup\u00e9s des enfants qu'ils ont engendr\u00e9s et de leurs m\u00e8res. Le Troisi\u00e8me Reich ne leur a pas facilit\u00e9 les choses. Bien qu'il y ait eu aussi des hommes qui avaient promis de faire une demande de mariage, et que les archives montrent qu'ils avaient omis de la faire. D'autres reniaient leur paternit\u00e9, et l'\u00e9tat civil, la Wehrmacht utilisaient tous les moyens y compris l'argument de \"l'honneur de l'homme allemand\" et d'une condamnation judiciaire pour les faire changer d'id\u00e9e. Ce qui ne signifiait pas toujours qu'ils payaient les frais d'entretion de leur enfant.<\/p><p><span style=\"color: #ff0000;\"><br \/> <img class=\" size-full wp-image-844\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93J-fr.jpg\" alt=\"g10\" width=\"560\" height=\"368\" border=\"0\" \/><br \/> <\/span><\/p><p>Quel \u00e9tait le comportement de ces hommes dans les zones occup\u00e9es ? L'image g\u00e9n\u00e9rale ressemble vraisemblablement \u00e0 l'image moyenne d'un groupe d'hommes, et d\u00e9pend \u00e9troitement de leur position et de leurs relations. Comme sources je dispose de peu de t\u00e9moignages de leurs amies, de beaucoup de t\u00e9moignages de leurs enfants, qui ont comme point de d\u00e9part les histoires de leurs m\u00e8res, et\/ou des t\u00e9moihnages de l'entourage et les appr\u00e9ciations de la hi\u00e9rarchie de la Wehrmacht.<\/p><p>J'ai interrog\u00e9 la m\u00e8re du Lebensborn, qui estimait sa liaison comme \"son premier grand amour\" : \"<em>Etait-il beau gar\u00e7on ?<\/em> \" Sa r\u00e9ponse est nette : \"Oui, oui, il \u00e9tait magnifique, il \u00e9tait terriblement beau. C'\u00e9tait un tr\u00e8s beau soldat, oui. Et ce bel uniforme de la Luftwaffe. Et toujours si propre.\" - <em>Etait-il grand ?<\/em> - \" Eh bien, suffisamment, il me convenait. \" - <em>Avait-il les yeux bleus ?<\/em> - Oui, c'\u00e9tait un beau gars avec des yeux bleus. A mes yeux le plus beau qu'il y avait \" ... Elle se rappelait l'homme et pendant qu'elle parlait de lui avec moi, ses yeux brillaient encore.<\/p><p>L'autre m\u00e8re que j'ai interview\u00e9e avait fr\u00e9quent\u00e9 deux membres de la Wehrmacht et sa description \u00e9tait nettement plus nuanc\u00e9e : le g\u00e9niteur de son fils pr\u00e9sentait tr\u00e8s bien comme officier, mais il apparaissait dur et autoritaire envers sa troupe. D'ailleurs il a d\u00e9camp\u00e9 en la laissant enceinte. Le simple soldat, dont elle a fait la connaissance plus tard, n'avait pas l'air aussi \u00e9l\u00e9gant, mais il \u00e9tait aimant et serviable. Il s'est souvent occup\u00e9 de son enfant, quand elle devait aller travailler. Pendant son service militaire en Allemagne, son fils lui a souvent rendu visite.<\/p><p>Dans les appr\u00e9ciations de la Wehrmacht, il y a 3 parties ;<\/p><p>a) les performances avec les armes<\/p><p>b) les performances militaires en g\u00e9n\u00e9ral<\/p><p>c) le caract\u00e8re<\/p><p>Mais les membres de la Wehrmacht avaient un dossier m\u00e9dical, quand ils \u00e9taient malades ou bless\u00e9s. Ces dossiers devraient \u00eatre \u00e9tudi\u00e9s de plus pr\u00e8s, car \u00e0 c\u00f4t\u00e9 des blessures, certaines maladies apparaissent plus que d'autres. Les dossiers confirment par exemple que les soldats ont eu assez souvent des maladies v\u00e9n\u00e9riennes. Ce qui illustre un probl\u00e8me g\u00e9n\u00e9ral, qui est devenu particuli\u00e8rement aigu apr\u00e8s la guerre, comme j'ai pu le constater dans archives du Land de Berlin.<\/p><p><span style=\"color: #ff0000;\"><br \/> <img class=\" size-full wp-image-845\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93K-fr.jpg\" alt=\"G11\" width=\"560\" height=\"412\" border=\"0\" \/><\/span><\/p><p>L'exemple suivant montre comment les relations amoureuses pouvaient dans la Wehrmacht influencer les appr\u00e9ciations militaires. En avril 1941 le caporal Herbert Mond re\u00e7oit cette appr\u00e9ciation :\" <em>Franc, honn\u00eate, simple, qui a de l'int\u00e9r\u00eat pour tout service. Facile \u00e0 diriger, r\u00e9agit \u00e0 la louange et aux critiques. Dons dans la moyenne. Aim\u00e9 de ses camarades. Ses prestations militaires, son attitude et sa pr\u00e9sentation sont bonnes. Travaille proprement et consciencieusement. Bonne conception du service. Il est d\u00e9sireux de n'atteindre que de bonnes performances dans tous les domaines. Efficacit\u00e9 dans le service : - 6 - (assez bien )<\/em>\". En mars 1942 L'appr\u00e9ciation g\u00e9n\u00e9rale est encore meilleure et il obtient la note 7. Mais exactement un an apr\u00e8s, c'est devenu : \" <em>de l'ext\u00e9rieur son comportement et son apparence r\u00e9pondent aux exigences. Cependant dans son comportement int\u00e9rieur il n'est en aucune fa\u00e7on un soldat. Louche, de mauvaise foi, et pas toujours honn\u00eate. Rus\u00e9 et plus dou\u00e9 que la moyenne. Si M. n'avait pas ce d\u00e9faut de caract\u00e8re \u00e9vident, qu'il sait par moments masquer de fa\u00e7on habile, il pourrait faire beaucoup de choses dans sa sp\u00e9cialit\u00e9. Une surveillance s\u00e9v\u00e8re et un \u00e9trillage militaire dur sont donc n\u00e9cessaires<\/em>\".<\/p><p>D'ailleurs, Herbert Mond a eu 7 jours d'arr\u00eat de rigueur \"<em>pour non-ex\u00e9cution d'un ordre donn\u00e9<\/em> \" et \"<em>pour atteinte \u00e0 l'honneur de la Kriegsmarine<\/em> \". Que s'est-il pass\u00e9 entre-temps ? Il l'explique lui-m\u00eame dans demande d'autorisation de mariage, parce qu'il a fait la connaisssance d'une Fran\u00e7aise dans le nord de la France et a travaill\u00e9 avec elle dans un camp sanitaire. \"<em>La collaboration permanente avec elle nous a rapproch\u00e9, si bien qu'au cours du temps il nous est devenu \u00e9vident que ce qui nous unissait \u00e9tait plus qu'une sympathie r\u00e9ciproque. Pendant le temps qui a suivi notre s\u00e9paration apr\u00e8s ma mutation, nous avons tous les deux lutt\u00e9 sinc\u00e8rement contre nos sentiments ; et nous avons vu, s\u00e9par\u00e9s l'un de l'autre, toutes les difficult\u00e9s d'une relation entre nous deux. Malgr\u00e9 tout nous avons \u00e9t\u00e9 convaincus que nos sentiments seraient plus forts que toute difficult\u00e9 mise entravers de notre chemin... Depuis mars 1942 ma fianc\u00e9e est enceinte. Si en consid\u00e9ration des circonstances le renoncement \u00e0 l'accomplissement de notre d\u00e9sir d'enfant \u00e9tait probable, notre d\u00e9sir de donner un sens \u00e0 notre relation \u00e0 travers un enfant restait le plus fort. Ma fianc\u00e9e a toujours manifest\u00e9 sa volont\u00e9 ferme de prendre \u00e0 son compte la lourde charge qui lui incomberait si je devais mourrir, sans qu'il m'ait \u00e9t\u00e9 possible de m'occuper d'elle et de l'enfant ou si l'autorisation de l'\u00e9pouser m'\u00e9tait refus\u00e9e \".<\/em><\/p><p>La raison de l'arr\u00eat de rigueur est expliqu\u00e9 ci-dessous :<\/p><p><em>Raison : Atteinte \u00e0 l'honneur de la Kriegsmarine.<\/em><\/p><p style=\"margin-left: 4em;\"><em>Pendant ses cong\u00e9s en novembre 41 et au printemps 42, M. a visit\u00e9 de fa\u00e7on r\u00e9p\u00e9t\u00e9e sa fianc\u00e9e, une fran\u00e7aise qui travaillait au service d'une famille allemande. Pour obtenir des rencontres plus fr\u00e9quentes et plus longues avec sa fianc\u00e9e, par ses propos, ses actes et son comportement insistant aupr\u00e8s de la famille, il a gravement port\u00e9 atteinte \u00e0 l'honneur de la Kriegsmarine.<\/em><\/p><p style=\"margin-left: 4em;\"><em>L'habitant a d\u00fb une fois expulser M. de la maison pour ces raisons. Le comportement ult\u00e9rieur de M. a conduit \u00e0 une action en justice militaire pour violation de domicile, qui fut abandonn\u00e9e faute de preuves suffisantes.<\/em><\/p><p><em>D\u00e9cision : le 10.2.43 Le repr\u00e9sentant du chef de la flotte ...<\/em><\/p><p><span style=\"color: #ff0000;\"><img class=\" size-full wp-image-846\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93L-fr.jpg\" alt=\"G12\" width=\"560\" height=\"409\" border=\"0\" \/><br \/> <\/span><\/p><p>Peut-\u00eatre qu'avec chaque exemple, j'ai pris beaucoup de votre temps, mais beaucoup d'enfants de guerre seraient heureux de d'apprendre des pr\u00e9cisions au sujet de leurs parents, et en particulier de leur p\u00e8re, que la plupart ne trouvera jamais. M\u00eame si tous les p\u00e8res ne se sont pas fait autant de souci pour leur partenaire et leur enfant. M\u00eame si tous les soldats allemands de la Wehrmacht ne se contentaient pas d'\u00eatre polis et d'envoyer \u00e0 leur bien-aim\u00e9e des cartes de voeux tr\u00e8s militaires, mais ils pouvaient aussi d\u00e9fendre leur amour et ses suites.<\/p><p><br \/> <img class=\" size-full wp-image-847\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93M-fr.jpg\" alt=\"G13\" width=\"560\" height=\"413\" border=\"0\" \/><\/p><p>J'en arrive ainsi \u00e0 une derni\u00e8re question : qu'est-ce qui s'est pass\u00e9 apr\u00e8s la guerre ? Partout, l'apr\u00e8s guerre a \u00e9t\u00e9 une dure p\u00e9riode de reconstruction, non seulement des villes, mais aussi des rapports familiaux. Des deux c\u00f4t\u00e9s, beaucoup d'hommes \u00e9taient tomb\u00e9s. Pourtant des enfants de guerre ont retrouv\u00e9 leur p\u00e8re. Comment ces p\u00e8res ont-ils alors r\u00e9agi ? L'homme en bas \u00e0 droite \u00e9tait maire de sa petite ville. Il \u00e9tait p\u00e8re de jumeaux belges. Il \u00e9tait tr\u00e8s fier d'aller se promener au bras de sa fille, mais ses premiers mots ont \u00e9t\u00e9 :\" <em>Tu ne dois rien attendre de moi. Tu n'obtiendras rien.<\/em> \" Vis-\u00e0-vis de son fils, il \u00e9tait assez indiff\u00e9rent. Le p\u00e8re \u00e0 gauche n'a rencontr\u00e9 l'enfant de guerre que plus tard, car il avait \u00e9migr\u00e9 avec sa nouvelle famille en Australie. La rencontre avec les grands parents a eu lieu en premier, le grand-p\u00e8re \u00e9tait d'autant plus content qu'il ne pouvait plus beaucoup voir son fils, mais la grand-m\u00e8re resta longtemps soup\u00e7onneuse. Le fils raconte : \u00ab <em>Quand la rencontre avec mon p\u00e8re a eu lieu, il ne savait pas vraiment comment s'y prendre avec moi.<\/em> \u00bb<\/p><p>Les retrouvailles de trois femmes sont beaucoup plus tragiques. Elles n'ont pas permis d'enregistrer l'histoire et leur voix h\u00e9sitaient pendant leur r\u00e9cit. La premi\u00e8re avait 17 ans et attendait beaucoup de la rencontre avec son p\u00e8re, parce que les rapports avec sa m\u00e8re \u00e9taient difficiles. Son p\u00e8re l'a invit\u00e9e au restaurant, un bon menu avec des vins co\u00fbteux ; ensuite ils sont all\u00e9s \u00e0 l'h\u00f4tel et il l'a viol\u00e9e... Elle ressemblait tellement \u00e0 sa m\u00e8re !<\/p><p>La deuxi\u00e8me avait 16 ans, se sentait si mal, qu'\u00e0 la fin sa m\u00e8re lui a propos\u00e9 de chercher ensemble le p\u00e8re. Il n'\u00e9tait pas facile alors de le faire sortir de RDA pour entrer en RFA. Avec l'aide d'une amie, cela a r\u00e9ussi. Pendant des ann\u00e9es le p\u00e8re a eu des relations sexuelles avec sa fille, jusqu'\u00e0 ce que la fille lui pr\u00e9sente son fianc\u00e9 et mette fin d'elle-m\u00eame \u00e0 cette relation. A la fin de sa vie, son p\u00e8re lui a expliqu\u00e9 : \" <em>Je t'ai toujours aim\u00e9e.<\/em> \" Lui aussi avait vu dans sa fille l'amour d'autrefois.<\/p><p>Enfant, la troisi\u00e8me fille avait perdu sa m\u00e8re, n'avait plus de parents, et se lan\u00e7a dans la recherche du p\u00e8re \u00e0 l'age de 14 ans. Elle le trouva. Entretemps, il s'\u00e9tait mari\u00e9, avait eu d'autres enfants. Elle ne ressemblait pas \u00e0 sa m\u00e8re. Le p\u00e8re lui a propos\u00e9 de lui apprendre \"<em>les choses de la vi<\/em>e \". De cet \" <em>enseignement<\/em> \" est n\u00e9 un fils... L'\u00e9pouse a accus\u00e9 le mari et il fut condamn\u00e9 en Allemagne.<\/p><p><span style=\"color: #ff0000;\"><br \/> <img class=\" size-full wp-image-848\" src=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/130921JT93N-fr.jpg\" alt=\"G14\" width=\"560\" height=\"512\" border=\"0\" \/><\/span><\/p><p>Les enfants de guerre se bercent souvent d'illusions au sujet du p\u00e8re qui manque ; beaucoup nourrissent des peurs au sujet des faits et gestes de leur p\u00e8re. Il est primordial d'\u00eatre d'accord sur ce sujet : quelles que soient les opinions politiques et les actions de nos parents, et en particulier de nos p\u00e8res, les enfants n'en sont pas responsables. Ce n'est qu'ainsi que notre p\u00e8re cesse d'\u00eatre notre ennemi. Devient-il moins inconnu ? Je ne sais pas, car ne restons- nous pas tous des inconnus, y compris \u00e0 nos propres yeux ? Mais la phrase du chanteur enfant de guerre, G\u00e9rard Lenorman, conserve sa validit\u00e9 : <em>\u00ab Pourquoi mon p\u00e8re, pourquoi ...? \u00bb<\/em><\/p>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[199,203],"tags":[],"class_list":["post-861","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-dokumente-de","category-gaste"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Mein Vater, der unbekannte Feind - CSF - HOG<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.coeurssansfrontieres.com\/de\/dokumente-de\/temoins-de\/gaste\/mein-vater-der-unbekannte-feind\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Mein Vater, der unbekannte Feind - CSF - HOG\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Gerlinda Swillen, Sprecherin von BOW i.n.( www.bowin.eu) hat diese Vorf\u00fchrung in Klekken am 7. 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