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Keinesfalls braucht man große Phrasen zu machen, um hinter diesen drei einfachen Worten die ganze Meldung voll Erwartung und Hoffnung aufzudecken.

Aber dennoch…

Herzen Ohne Grenzen stellt nur einen winzigen kleinen Teil von diesen Kindern vor, die von der Liebe zwischen jungen Menschen, deren jeweiligen Ländern durch die Schuld des Größenwahns und der Narrheit ihrer Leiter, geboren worden sind.

Berühmte Historiker haben die Zahl dieser Kinder auf mehrere Zehntausend – andere noch viel höher – eingeschätzt, die für Nichts eine Schuld tragen, aber diese wollte man den Preis eines gewissen Verrates bezahlen lassen.

Schuldig für nichts, nicht mehr als die Schuld ihrer Eltern, die sich in der Mehrheit der Fälle nur liebevolle Gefühle vorzuwerfen hatten, die die jungen Menschen aller Nationen und aller Länder empfinden könnten. Liebe, die schöne Sache! Als ob sie dem Krieg nicht vorzuziehend wäre, in dem diese jungen Menschen sich bewegten und woraus manche hätten gerne entfliehen wollen.

Warum sind wir so wenige? Wegen des Gewichts der Geschichte, der Bedeutung der Familie, der Unkenntnis von den Schritten die man heute unternehmen kann oder wegen der Furcht vor dem Blick der Anderen?

Seien wir uns bewusst, dass wir Teilnehmer von HOG, vielen Menschen, die noch nicht wissen, an welche Tür zu klopfen ist und von denen viele nicht einmal vermuten, dass nur einige Häuserblocks von zu Hause entfernt es es jemanden gibt, der sie einfach führen könnte, endlich ein bisschen Hoffnung geben könnten.

Gewiss ist Herzen Ohne Grenzen keine Geburtsstätte von Wundern und die Jahre, die immer schneller vergehen, vermindern die Chancen einen Geliebten oder einen nahe Verwandten wiederzutreffen.

Aber die, die nichts versuchen, werden für immer damit leben müssen, dass sie nie etwas getan haben und dies eventuell bedauern.

Die, die nachdem sie fast das Unmögliche getan haben, keinen Erfolg hatten, werden das Gefühl haben, dass sie gegenüber diesen Vermissten ihr Bestes getan haben, dass der Gesuchte unbekannt aber dennoch geliebt blieb, dem sie letztlich ihr Leben verdanken.

Und es wird auch unsere Sache sein, dass diejenigen von uns, die vom Glück begünstigt wurden, die die mit ihrer Vergangenheit wieder eine Verbindung erlangt haben, die für sich eine neue Familie entdeckt haben, die die Doppelstaatsangehörigkeit gewonnen haben, noch näher an die heranrücken, die am Rande des Weges geblieben sind.

H.O.G. Ja, Herzen Ohne Grenzen natürlich…

Aber auch: Geselligkeit, Solidarität, Brüderlichkeit

Geselligkeit, um alle, die wir uns wieder treffen, herzlich zu empfangen.

Solidarität, um unsere Hilfe all dessen, denen sie bislang fehlte, zu geben.

Brüderlichkeit, sodass HOG eine schöne und lebendige Familie bleibt, die Familie dieser Kriegskinder, die Töchter und Söhne des Friedens geworden sind.

2. NOVEMBER 2011

Jean-Paul SIMON-HOSE