Jedes Jahr um das Datum des 20.November, Welttag der Rechte der Kinder, organisiert CSF-HOG ein Treffen seiner Mitglieder und eingeladener Personen,die sich einsetzen für Kinder,die durch Kriege und Konflikte schweren Lebenssituationen ausgesetzt sind.

Meggie Beck, Deutsche mit französischem Vater (siehe Suchanzeige 623) berichtet darüber in folgendem Text:

Jahrestreffen 2016 – von Coeurs sans Frontières in DIJON

Ein Traum ist wie eine Auster. Erst nistet sich ein kleines Sandkorn ein, um unbemerkt, kaum wahrgenommen und leise zu wachsen. Man reibt sich daran, aber es ist nur ein kleiner Gedanke, der nicht unangenehm ab und an an die Oberfläche gespült wird. Über die Jahre wächst es, wird größer und immer dringlicher und will verwirklicht werden. Genau so habe ich es empfunden, und ich glaube, so ging es uns allen. Die Suche nach dem Vater, zuerst latent, dann immer dringlicher, wird zum ständigen Begleiter. Das wurde wieder deutlich bei unserem Jahrestreffen in Dijon. Die berührenden Geschichten einiger Mitglieder über die Vater oder Großvatersuche, wenn gestandene Männer in Tränen ausbrechen, weil sie nach langer Suche und Recherche ihre andere, bislang unentdeckte Seite ihres Seins gefunden haben, ließ uns alle mitfühlen. Ich persönlich bin recht mutlos nach Dijon gekommen, nicht mehr glaubend, daß ich noch fündig werde, aber die wunderbaren Menschen von Coeurs sans Frontières haben mir gezeigt, das man niemals aufgeben sollte! Und auch wenn ich meinen Vater nicht finde, so habe ich doch jetzt eine französische Großfamilie bei „Herzen ohne Grenzen“. Ich bin sehr dankbar, dort eine Heimat zu haben und die andere, bislang nicht ausgelebte „französische“ Seite zu entdecken. Die interessanten, überaus gestenreich und humorvoll erläuterten Ratschläge von M. Philippe LAFARGUE für die Suche in den diversen Archiven von Vincennes, Caen ect., die kleinen Anekdoten, die die ernste Seite der Erläuterungen wunderbar auflockerten, waren für uns alle hilfreich und motivierend. Nicht zu vergessen der gesellschaftliche Aspekt der einstigen „ Erzfeinde“, wenn man sich bei Essen und Wein austauscht. Geeint im gleichen Schicksal, über die Grenzen hinweg, eine große Familie, die sich gegenseitig hilft und tröstet. Das ist einfach nur SCHÖN. Und so lassen wir das kleine Korn wachsen und gedeihen, um eines Tages die Auster zu öffnen und eine wundervolle Perle zu ernten, sei es in Form der gefundenen Familie oder der Freundschaft zwischen Menschen gleichen Schicksals.

Danke und merci Ihr „Herzen ohne Grenzen,“ Schön das es Euch gibt!

Und schön, das es uns gibt!

Meggie Beck

P.S. Wie sagt ihr Franzosen so schön: Courage, mes amis!